Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 2 (1835)
- Issue
- 12 (12.1835)
- Date
- 1835-12-01
- Page
- Seite 419 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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419 Parteien, ohne welchedie neueren Institutionen nie tiefe Wurzeln schlagen können, zu gewinnet», theilö um eine An- Näherung wieder zu erringen, ein gegenseitiges Nachgeben § und Bereinigen, so daß diese Versammlung der wahre Mittelpunkt der Gemeinden wird, und von aller Parteiung und LeidenschWichkeit entfernt bleibt. Mein Freund! worüber ich mich Hs gern und so oft autzlgffe, dafüge ich auch hier hinzu. Israel geziemt eS, ernst und besonnen zu Werke zu gehen, schon wegen seine- Älter-, seiner Erfahrungen, und seiner Würde in der Geschichte der Menschheit« K Dadurch, daß der Gotte-dienst in den Synagogen für bffentlich erklärt worden, ist! für Sachsen ein großer Schritt gethan^ indem ^darin die feierliche Sanctiott de- IudenthumS als eine- Theils der Staatsgefellschaft liegt, und wiederum hierin die Befugniß und Pfticht des Ministeril, für dasselbe, nicht bloß mit Wort und Befehl, sonB drrn auch thatsäch^ich, wie in FrankreLch, za handeln. * Daß die anzuftellenden Rabbiner, Prediger oder Vicarien, NeligionSlehrer u.^s. w. eine Prüfung bei den geistlichen Landesbehörden, yber mit Zuziehung jüdischer Gelehrten, zu bestehen haben sollen, »st höchst angemessen. Nur mache ich darauf aufmerksam, daß Männer von anerkanntem Rufe, und die schon dergleichen Aemter bekleidet haben, - Ach schweklich^ so wenig wie christliche Gelehrte und H)re- /dLger, die berufen werden, einer solchen Prüfung unterwerfen werden, und ^dennoch sind solche Männer auch für die beiden sächsischen Gemeinden die rathsamsten, Emöge daher wohl die Bemerkung einen Platz finden, daß Männet von Ruf, und die solche Stegen schon in größeren Gemeinen eine längere Zeit bekleidet, und einen unbescholtenen Charakter bewahrt haben, dieser Prüfung enthoben sein sollen, so daß jedoch diese Sxreptionerk hur vom Minister»- selbst ertheilt werden müssen. Bei den Lehrern niedrigtIer ^Smfr braucht natürlich diese Indulgenz nicht statt zu finden^ Höchst zu billiges, und, wo möglich, sogleich nachdem dir beabsichtigten Reformen in'SjLeben getreten^ sein werden^