Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 2 (1835)
- Issue
- 11 (11.1835)
- Date
- 1835-11-01
- Page
- Seite 406 (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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406 kqr in Stuttgart. Mit geographischen und historischen Ettäuter. von S^ilh. Hoffmann, DlakönüS in Winnenden. ^Mit Plänen und/einer neuen Charte des gelobten Landes. Erste Lieferung. Styltgart und Leipzig. Versag von L. F. Rieger. 18S5. (Das Ganze erscheint in 8—9 Lies., von je 6 Bogen zu 7 Sgr. 6 Pf. s6 gGr.) Bis zum Monat März 1836 soll eS vollendet sein, und werden die Pläne und die Charte gratis der letzten Lieferuyg beigelegt.) > In der Geschichte des .israelitische« Volkes leuchtet keine Periode glänzender hervor, als die seines Unterganges im Kampfe gegen die Wellbezwinger, die Römer. Alle die Interessen, für welche einzeln andre Völker ihren VernichtungSkampf Mitten, vereinigten sich Ln diesen^ grausenhaften ÄrieM Die Freiheit unü Selbstständigkeit, der Besitz des Landes, und vor^ Allem die Religion, begeisterten gemeinschaftlich die Brust Her Israelit^, und stählten sie zum Heldentods. Kein Krieg der Weltgeschichte bietet uns daher schreckenerregendere Bilder, kein Krieg wurde mit ungleichem Waffen geführt —denn den Kräften der Welt Hmd ein zerrüttetes, in Parteien zerfallenes Volk gegenüber! kein Krieg hatte unglücklichere, durch Jahrtausende bis auf den heutigen Tag sich hindurchziehende Folgen. Karthago fiel, nachdem eö durch die Gleichgültigkeit seiner Bürger von Stufe zu Stufe hinabgesunken war. Die Trümmer von Syrakus und Korinth zeugen nur von der Letzten rviedererwachtH» Flamme in Völkern, dii an und für sich schon aufgehört hatten zu fein. Die Juden aber standen auf, als ein kräftiges, nur unorganisirtes Volk, daö, ohne Berücksichtigung und Zählung dek Gegner, seine höchsten Interessen und Güter vertheidigen, retten, bewahren, oder untergehen will. Und nun einem Gegner gegenüber, der die Iberer bezwungen, die Pikten in ihr Gebirge, die Germanen hinter die Elbe, die Parther hinter den Tigris geworfen hatte, der sie mit einem eisernen Netze umschlang, daS er immer enger und enger zusammenzog und da war denn vorüber die Zeit, wo man sagen konnte: .