Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 2 (1835)
- Issue
- 11 (11.1835)
- Date
- 1835-11-01
- Page
- Seite 392 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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XXXVI Bon der fortschreitenden Entwickelung des Begriffs der Gottheit in der heiligen Schrift. 9tirgcndhaben sich schiefere Ansichten geltend gemacht, als im Gebiete der Gotteseikenntniß, sobald von der mosaischen Religion ickd den heiligen Schriften, die sie anerkennt, die Rede ist. Ich kenne Iugendlehrer andrer Nelis gionSparteien, die ihren Zöglingen schon frühzeitig, einbrlden, „der Gott des alten Testaments sei ein Gott des Zornes und der Rache!" Ich kernte Männer, und selbst ehrenwerthe, aber unsrer heil. Schriften unkundige Männer kennen, die sich ungeinein verwunderen, daß Lehren, wie: der Ewige ist ein barmherziger, gii^diger Gott, langmüthig u. s. w. darin enthalten seien. Und wie viele Theologen gefallen sich dät»'^, unsre Religion so zu verunglimpfen! Welche Inconrsequenzen, welche Widersprüche! Halten sie unsre heilige Schrift für eine wahrhafte Offenbarung Gottes? Wie konnten solche Irrlehren, solcher mangelhafter, falscher Unterricht dem Munde GotteS entfließen! Halten sie sie nicht dafür? welche Offenbarung könnte sich-deckn als solche geltend machen, sich nur dafür auSgcben, da sich jede unmittelbar an die unsrige lehnen will? Aber wahrlich! nicht die Sache ist, es, sondern nur wir. Könnte man uns nur die heil. Schrift nehmen -7aber so muß man sie uns wenigstens lassen! Diesen ungerechten Vorwürfen zu begegnen, ist dennoch nicht die Absicht deS Schreibers dieses. Er bezweckt im Gegeytheil eine von aller Polemik unabhängige Untersuchung