Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 2 (1835)
- Issue
- 10 (10.1885)
- Date
- 1885-10-01
- Page
- Seite 365 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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365 I nen fle Alles, waS Hndre ihnen bieten! Gatzz im Widerspruch mit den Grundsätzen unsrer heil. Religion! Selbst -i bei dem geringfügigsten Genüsse sollen wir dem Schöpfte danken! „Du sollst seine Wöhlthaten laut verkünden; als Zeichen, daß Du nicht undankbar seist! "*)— Undank, meine Brüder, führt zur VerabsäuMung aller Religion-Pflichten! Denn die Quelle deS Undanks ist Selbstsucht! Man betrach» tet si ch als den Zweck, als den Mittelpunkt aller Wesen, I will Harum Andern nichts zu verdanken haben. Wer aber sein Selbst über Allesetzt, kann der Bruderliebe empsinß den, Wohlwollen üben, Gutes befördern? Vermag der Gott uneigennützig zu dienen? Darum ist Dankbarkeit die drr'nk die «ft dem Herrn weihen müffen! V. E „Der Priester soll den Korb^(mit den Erstlingsfrüchten) zl dir aus der Hanh nehmen und vor den Altar des Ewigen, E deines Gottes, niedersehen!" — So >tet die göttliche Vorschrift rpeiterj -^ Jedermann, der rstlinge brachte. »v , -^ _ trug das Gefäß auf. den Schultern und der Priester nahm eS aus seinen Händen. ^Niemand, selbst der König Agrippa, — einer der stolzesten Fürsten zur ZM des zweiten Tempels— durfte sich Melgern, den Koch mit den Früchten.ist eigner Person in den T;mpel zu bringen, denn vor Gott gilt kein Unterschied de^ Ranges; Hohe und Niedere sind vor ihm gleich! — Darum ist bescheidener, demuthv oll er Sinn eines der Haupterforderniffe bei Ausübung der religiösen Pfiichtey! deiner rühme sich ob des Andern, als sei er weiser, frömmch, gerechter^ tugendhafter! — Keiner wolle daruni in'diesem heiligen Raume vdr dem Andern bevorzugt fein, keiner mache da Anspruch auf eitle Ehrenbezeugungen, deren Werth ja vor Gottes unendlicher Herrlichkeit zu Nichtschwindet! — „Pein ganze- Volk — spricht Gott — ist ja allesämmt gerecht!" *) Im Verhält- *) .ri2iv. '