Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 2 (1835)
- Issue
- 11 (11.1835)
- Date
- 1835-11-01
- Page
- Seite 388 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- ' . - V. - . ' / ' V 383 IV. Und endlich, gel. Zuh., außer diesem Allem, saget unser Text: du sollst eS feiern dem Ewigen, deinem Gotte! — So wissen wir nun, wann es gefeiert werden soll? nach der Einsammlung der Gaben des Herrn. Wer es soll feiern? Alle UnsrigeN mit uns, und alle Leidenden und Dürftigen mit uns. Mit was H gefeiert werden soll? Ein jeder mit der Gabe seiner Htmd, nach dem, waS der Herr ihm verliehen. Ihm aber sollen' wir feiern, in seinem Namen, in seinem Gedenken, in seinem Danke, in seiner Liebe und Huld. Also auch das Glück» des Menschen! Dieses Glück, bestehet in einem arbeitsvollen, thätigkn Leben; eS wird gefunden am heimischen Herde, im Schoöße der Familie^ eS lwird bewirkt durch Genügsamkeit und rechtes Maß; erhalten aber und bewahrt wird es nur durch den Namen deS Herrn, durch sein Gedenken, seinen Dank, seine Liebe und Huld. Alles menschliche Streben, gel. Zuh., ist hohl und nichtig ohne den Gedanken qn Gott, ohne die Zuversicht zu Gott, ohne die Liebe und den Dank gegen Gott. Alle menschlichen Empfindungen sind eitel und vergänglich, wenn der Glaube und die Zuversicht zum Vater im Himmel sie nicht durchwirkt und belebt. So soll denn dieNeliglon uns begleiten bei unfern Werken, sie soll mit uns ilnkehren in unsere Familien, aus ihr sollen dle Gefühle der Befriedigung, der Zufriedenheit, der Genügsamkeit, des Glückes» hervorflicßen: die Neligibn soll den Stempel drücken, das Siegel auf all unser Thun, Denken und Sprechen; die Religion svü, wenn unser irdisches Werk vollendet ist, unsre Seelen erheben zu den ewigen Sternen, Unsre Herzen anfchwellen zu dem Vater der Liebe, ^zu dem Geber der Freude und deS Glückes! Die Religion, die unsre Väter beseligte, und unsre Ahnen begeisterte, in den Hütten Mizraims, Ln den Lauben der Wüste, die Religion des einigen GotteS, dessen Hülfe nahe ist in der Ferne und in der Nähe, und der die Blü-