Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 2 (1835)
- Issue
- 11 (11.1835)
- Date
- 1835-11-01
- Page
- Seite 383 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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383 daß jeglichL Arbeit zu Ende geht, daß, waS begonyell wird, auch vollikdet werden kann, und daß Sie Stunde der Erholung und de- Genußes desto süßer ist, je mühevoller die Arbeit gewesen. Bedenkeh endlich, wie ohne diese Tätigkeit, wie, wenn ihr die Hände müßig ln den Schdcch legen könntet, wie eintönig und farblos das Leben dann sein würde. Was ist das Gefolge des Müßigganges? Thorheit, Ueberdruß, Armurh und Schande! WaS ist das. Gefolge der Thätigkeit und deS Fleißes? Zufriedenheit, Erfahrung, Lebenslust und Ehre! Sehet, wenn ihr zurückkehrt von der Arbeit des Tages nach euern Wohnungen, wenn daS Werk des TageS geschloffen ist, und ihr eingeht in den Kreis der Eurigen, wenn ihr überdenket den redlichen Vortheil und Gewinn, den Nutzen und Segen deS vollbrachten TageS, wenn ihr euch niederlaffct, die Anstrengung des Tages abzuwerfen von euch, und die stille Stunde der Nacht mit ihren erquickenden Schatten über die Erde ziehet: dann sühttt ihr den Werth eines thätigen LebenS, dann fühlet ihr, daß das wahre Glück des Menschen nur in einem arbeitsvollen Leben bestehet, und daß außerhalb dieses die fade Trägheit nur Unlust, Ueberdruß, Leerheit und ihre Gesellen Laster, Völlerei und Ausschweifung gebäret. Wohl dem Menschen, dem der Herr sein LooS an Werk und Arbeit beschiedcn, ihm hat er das wahre Glück in die Hand und in die Arme gelegt! Freilich! wenn erst das Ajter den Rücken gekrümmt und die Hände zitternd gemacht — dann freilich ist -em alten Menschen Rahe des Abends zu wünschen , und daß M Last deS Tages sich nicht mehr zu der Last des Levens geselle aber iß der Frische des LebenS, ihr Jünglinge und Männer, wenn das Mars noch wuchert in den Gebeinen, und die Sehnen voller Kraft sich strecken, muß der Mensch willig und freudig nach dem Werke seines LebenS greifen, sei dies, chaö eS wollr, muß nicht zurückweichen vor den Hindernissen und Beschwerden, die es Mietet, Snd muß nicht warten, bis die gchttterksche Nothwendigkeit, bis die Stunde der Noth zu der Arbeit