Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 2 (1835)
- Issue
- 10 (10.1885)
- Date
- 1885-10-01
- Page
- Seite 354 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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WMWWWWMWWWW 954 habt ihr vergessen, seine Lehre ist euch ein Spptt geworden, die Tugend rin leerer Name, die Keuschheit ein hohler Schatten, die Gerechtigkeit ein blindes Weib, die Barmherzigkeit eine taube Nuß, Israel euer Scherz, JudentSrm ein Stirneunzelü, Frömmigkeit ein Achselzucken___ Wachet auf, wachet auf, GZiebte, ruft euch die Religion, die treue Wächterin, in dem Posaunenhall, entgegen, erhe- Schiet) euch aus diesem Schlummer eurer Seelen, schüttelt die hohlen Träume von euch ab, kommet zum Bewußtsein, denket an die Vergänglichkeit des Lebens, denket an die Bestimmung, zu der ihr über^ die Erde gehet, denket an den Allwissenden droben, an das Auge, daS Alles sieht, an daS Ohr, bgö AlleS hört. Ist dönn der Ton der Drdmmete nicht star^ genug, um euch zu wecken L Ruft er nicht Schrecken unh Zagen in eure Brust? Zerreißt er nicht die Bande, ^dke euch umfangen halten, die Binde, die eure ÄriW, umschleiert? — Wenn ihr den Ton des SchofarS höret, wenn ihr ihn höret und er euch duWdringt, dannvsollen abfallen yon euch jene kleinlichen, immer wiederkehrenden Sorgen um die Bedürfnisse der Erde, dann sollen abfallen von euch alle Leidenschaften und Begierden, die der Erde und ihren Gütern gelten, dannvsollen abfallen von euch aste Laster und Sünden, hie an euch haften, und Nur der eine Gedanke sei in euch bleibend: Gott, mein Vater^und mein Richter, und ich, ein Sohn des Wmlyelö, ein Zögling der Offenbarung! Dann, nur dann habt ihr den Posaunenhall verstanden, ^ann, nur dann wandelt §hjk iM"L.ichte.' des 'Herrn, stin ÄirW. strahlt euch zu, und segnet ^eizchl Und wenn wir hen Ton der Posaune gehört, und wenn er uns durchdrungen, so soll er drittens Ln uNs verbleiben. —Waöm der Zeit geboren, vergehet in der Zeit. Ist doch das Wort de^ Herrn ^erhallt, als er auf Sinai zy unfern Vätern sprach; ist hoch MM, ist doch der Pro-