Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 2 (1835)
- Issue
- 9 (9.1835)
- Date
- 1835-09-01
- Page
- Seite 327 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/7166791-7167212-8877274--0787-7167612- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
das Weib ihck, dem Adam, nicht als völliges Etgenthum, sondern bloß alS Gefährtin, die ihm nicht vollkommen selbst» / eigen ist, gegeben sei. Philo^ erklärt dies freilich auf seine Weise. Er findet in Adam die Erkenntnißkraft, in Eva die Sinne, die im Menschen der Erkenntnißkraft beigegeben/ find. ES stehe nun '7YVum anzuzeigen, daß die Sinne nur beigegeben, nicht völlig unterworfen der Erkenntnißkraft seien, denn z. B. könne die Erkenntnißkraft dem Auge nicht verbieten zu sehen, wenn eS offen istdem Ohr zu hören u. s f. Dem Nachdenkenden wird schon auö diesen wenigen Worten die großartige Allegorie deS Sündenfalls erkenntlich, die hier mitzutheilen zu weitläufig wäre. (^Ueg. II. x. 7l) i. 2 B. Mos. 17, 11, wo gesagt wird, daß, wrchr. Moseö die Hände erhob, Israel siegte, wenn er sie finken/ ließ, siegte Amalek, erklärt er folgendermaßen: wenn de^ Geist sich selbst über daiS Sterbliche erhebt, und nach der Höhe sich versetzt, so wird er stark, indem er Gott schallt, und KaS ist Israel wenn er aber seine Kräfte nachläßt und erschlafft, so herrscht die Leidenschaft sogleich vor, daS ist Amalek welcheS^erklärt wird r daS leckende Volk (nämlich 2V ober 2L< daS daß Blut Israels leckt.) Denn Ln der Lhat verzehrt und leckt auS Sie Leidenschaft dem Geist, -aß kein Same und kein Funken der Lugend in ihyr zurückbleibt.(^UeA. II. x. 9S.) sFortfetzüng folgt.) . 4«