Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 2 (1835)
- Issue
- 9 (9.1835)
- Date
- 1835-09-01
- Page
- Seite 316 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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»MH» M 316 den Plato nach, oder Plato deNPHilo,^ von welchem Spruche der Sinn wohl sein sollte, daß ungeachtet zwischen Dlato und Philo sehr viel Correspöndenz vorhanden ist, so hat doch Philo so viel Originalität, daß er auch unabhängig vom Plato dasteht*). Daß daö schon dadurch hetejvkomrnen mußte, daß Philo durchaus die mosaische Offenbarung, zu Grunde legte, ist leicht zu fassen. Hierdurch erhält denn Philo einen ganz eigenen Charakter. Maimonideü philosophkrte über die Offenbarung, wie wir in diesen Blattern schon frühes einmal auseinanbergeseht (Bd. I. H. Vlll), indem er den Aristoteles mit ihEMereinigte, und, dadurch eine systematische, rein vernunftgemäße Behandlung hervorbrachte. Philo aber philosophAte nicht systematisch, er stellte kein vollständiges System auf,Esondern nahm von den einzelnen Gegenständen der heil. Schrift Gelegenheit, zu philofophiren, und benutzte nun hierzu eine Platonische Färbung, die er besonders durch Allegorisiren und ethische Mystik zu Manzen strebte. 2. PHLlo's Schriften. V > . Philo'S sämmtliche Werke lassen sich in, zwei Theile trennen; der erste umfaßt die meisten Schriften, und ist eiLentlich ein fortlaufender Commentar übrr die fünf^GHcher MosiL; der andere Theil enthält die unabhängig gestehen Schriftü»^ Von letzteren sind viele verlören gegangen. Zu ihnen gehören auch die beiden mehr politischen Schriften „gegen den AläceuS," und „über seine Gesandtschaft an den Cajus" (den Kaiser/Caligula). Gehen wir sie genauer durch. Zuvörderst aber noch einige Worte über die Schriften, die verloren gegangen, und deren Titel voll) bei EusebiuS, Hieronymus, PhotiuS und Suidas *) EusebiuS berichtet irn Lten Buche seiner Kkrchengeschichte, daß . die Römer die Werke des Philo so bewundert, daß fir sie für würdig hielten, unter dem Kaiser Claudius fie in die öffentlichen Bibliotheken auf-unkbme».