Mannheim
Compact Memory

Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1835-07-01 · 7 (7.1835) · p. Seite 266

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
2 (1835)
Issue
7 (7.1835)
Date
1835-07-01
Page
Seite 266 (sequence 26)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/7166791-7167212-8877246--0724-7167564
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

266 hie Lehre MosiS hätte bis Et allS ein ganz verschlossener Schah da gelegen, und die Ideen dieser Lehre wären auch jetzt noch zu neu und zu hoch, als daß sie schon jetzt mit» getheilt werden sollten. Wäre der Verfasser nur so weit gtgangen, daß ^r seine Predigten als Blicke, wie er sagt, auf den Menschen, auf die Persönlichkeit MostS, ausgegeben, fo hätten wir nur zu bedauern, daß ein Mann mit so tüchtiger Kraft, daß er als israelitischer Previge^nichtMeiter gegangen, und die höchsten Interessen Malis behandelt, habe. Aber dÄ er sich von ihnen dadurch frei macht, daß er sie als zu neuer und zu hoher Natur angibt, so Möchten wir fragen, welche die Schranke wäre, die den Verfasser abgehalten, vor seiner höchst gebildeten Gemeinde diese neuen Ideen austusprechey? Ein Jeder ist verpfiLchtet, das Beste und Erhabenste, waS er besitzt, zu allgemeinem Gute zu machen. Allerdings ist auch der Schreiber Dieses der Ansicht, daß einv Entwickelung, so wie in Allem, so auch in der Offen- HWUng und ihrer Auffassung startfindet; aber gerade diese Entwickelung lehrt uns, daß die Vergangenheit immer die Keime Her Zukunft enthält, daß nichts geradezu Neues hervorttitt, was nicht in söinen Hauptbestandtheilen schon gegeben wäre. Durch solche Meinungen aber, die-der Vers, knnh gibt, wird aller Besitz auf dem Gebiete der Religion Ms der Hand gerungen, und da, wo die höchste Zuversicht weilen soll, kommt Zweifel und Schwanken und Ungewißheit entgegen. DieS führt uns denn dahin, die Sache noch von einer zweiten Ssite zu betrachten. Die höchste und erhabenste DrstiMmunh des Menschen ist die Erkenntniß GotteS. ES ist hier natürlich von keiner oberflächlichen Kenntniß die Rede, sondern hon der wahrhaften^ durchdringenden AnnA hrrung dcö .Menschen an Gott, sowohl in der Sphäre^ Dtz Bernüstft) als auch im Bereiche des Gemütheö. Diese EWMMWMGoms, in ewigem Wachsthum begriffen, ist . .. Hrztk des Moralischen Lebenswandels; alle ander Moral r die ZufrEeüheir und Ruhe beS

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.