Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 2 (1835)
- Issue
- 7 (7.1835)
- Date
- 1835-07-01
- Page
- Seite 250 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/7166791-7167212-8877246--0708-7167533- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
««WVFWWWWWffWM .' .,<^-. ' '' ' "' """ ' " WWW 2S0 - Güter -eS Lebens. - heißt es, du soW im -In unsrem heiligen Gesetzbuch- Getichte weder daS Agssehen des Mrmen berücksichtigennoch daS Ansehn eines Großen ehren. Und wenn schon im Gericht, wie noch mehr kn der Religion, vor Gott. Nicht die ArWuth und nicht Reichthum gibt Verdienst; nicht auf deinen Reichthum kannst du dich verlassen, noch auf deine Armuth pochen; nicht den Reichthum darfst du mißbrauchen, Und deinen Stolz durch ihn nähren. und nicht d!e Armuth, .und um ihretwillen daS GefttzWottetz übertreten; nicht der Reichthum gibt ein Recht, noW die Armuthf eine Entschuldigung. Denn die Wüter /der Erde ober ihr Mangel, beide sind zufällig und vergänglich. Wohl dem, den ded^HerrMit Irdischem gesegnet, die Sorge des Tages drückt ihn nicht, die Noth der Stunde bedrängt ihn nicht —^ aber wohl lastec auf ihch die Verantwortung für ^n Gebrauch desselben — Nur Mittel soll er di^sein, den großen Zweck deS Nknschen eher zu erreichen. Aber auch der Arme, der Dürftige ist verantwortlich. Strebst du bloö nach Gütern um ihretwillen, wehe dir, Armer! Du theilst^ dieselbe Schuld. Entbehrung ist die große Schule des Sterblichen. Wenn irgendwo, hier kann er sich bewähren, ob er sein Vertrauen auf diese Güter setzt, oder ob^er das Vertrauen zum gerechten Lenker der Schicksale besitzt, ob? er her Tugend huldigt, oder dem Götzen der Erde. Armer oder Reicher, dessen Streben allein auf, hen Besitz äußerer Güter gerichtet ist, merke dir die erhabenen Worte des Propheten r^in der Mitte des Lebens verläßt er dich, und an seinem Ende bist du ein Thor." Habt ihr noch nicht gesehen, wie. die Waage des sogenannten Glückes auf- und -rriedersteigt, wie sie emporhebi und stürzt, wie sie in der ÄNtte deS Lebens nimmt, was sie im Beginne gegeben? Also was du erstrebst, wonach du ringest im Schweiße Heines*Angesichts, gleicht dem flatterhaften Schmetterling, gleicht der vorübereilenden Wolke, gleicht dem Sonnenblick, W, sich im Nu verfinstert, Nip? nzn Siehe dyS ist ZiN Haschen nach Wind! Und hast du es wirklich er- >