Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 2 (1835)
- Issue
- 7 (7.1835)
- Date
- 1835-07-01
- Page
- Seite 249 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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von dem, was ihm gefällt oder mißfällt, j^vaS ihm Vergnügen oder Schmerz verursacht. Denn das Herz ist eigennützig in Allem, liehe Zuhörer, seihst in den edleren EmpfiW düngen, daS reine Edle^geht nicht vom Hetzen auSsondern von der Vernunft, erleuchtet durch Kie Lehre Gottes! Diese deine, durch die Lehre GotteS erleuchtete Vernunft muß die N^güngen des HerzenS beherrschen, muß, wo sie zum Guten sich neigensie stärken und /ausdauernd machen, wo sie daS Böse «zielendste unterdrücken. Wenn ich von deHrügeristhen Menschenwelt sprach, geliebte Zuhörer, sehet da, daS Herz ist eS, was den Menschen an diese Welt knüpfet, durch daS Herz hängter an der Menschenmekt fest, daS Herz mit seinen nie befriedigten Wünschen und Heilungen, Begierden und Hoffnungen fesselt an die wechselnden Menschengüter. Jeüeh innere, heilige Seelenleben, däich euch schilderte, eS kennt hie Leidenschaft nicht, eS ist eine Sabbathruhe, eine hohe, hehre Ruhe in demselben. Wie ein leiser Wind über die Tiefe des ruhigen Meerehaucht, und kaum die Oberfläche bewegt, so wehet die Leidenschaft über dasselbe hin, dringet aber nicht hinein. Aber daS Herz gleicht dem unruhigen Werkelleben, und ist die Seele desselben. Darum aber, wie daS Werktlleben dem inner» Seelenleben untergeordnet sein muß, so muß auch daS Herz untergeordnet sein, und das Vertrauen auf daS Herz ist nicht, die wahre Besonnenheit. . ( . Wenn alsh weder daS Vertrauen auf die Menschenwelt^ noch auf sein eigenes Herz die wahre Besonnenheit ist, so fährt der Prophet fort: .1^ Wie ein Rebhuhn, daS Eier brütet, die eS nicht gelegt, ist einer, der Reichthum erwirbt, und nicht mit Recht; in der Mitte seines Lebenverläßd er ihn, und an/seinem Ende ist er ein Thor. Und so ist diewahre Besonnenheit drittens nicht: daS Vertrauen auf Reichthum, auf die äußeren