Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 2 (1835)
- Issue
- 7 (7.1835)
- Date
- 1835-07-01
- Page
- Seite 245 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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betrachten wir nur derer? höhern, allgemeinen " Sinn, wie ihn alle Israeliten zu fassen haben und fassen könnenA Und hierin folge ich den Schritten und Ansichten deS größten unsrer späteren Lehrer, deS MaimonideS^ Es sollte die Bestimmung des Israeliten sein, ein aufmersfames, ein besonnenes Leben zu Mrenz er sollte nicht,wie andrp Völker, unbesorgt und unbekümmHt einen Tag deS Lebens nach dem andern auf der Erde verbringen, «je man im gewöhnlichen Leben sagt, in den Tag hinein leben, sonderD hinter dem irdischen Werkel- und Arbeitsleben, hinter dem Treiben und den Geschäften der Welt, sollte ihm stets noch ein höheres, nach dem Himmel gewandtes, auf Gott gerichtete- Leben stehen. ^Wie ein weit, und immer weiter auSgespannteS Netz, unter dem man sich frei bewegen kann, zu dessen Grenzen man aber immer wieder kommt, sollte daS religiöse Leben daS wirkliche Leben des Israeliten umspannen und umfassen. Immer sollte nach einer Zahl von Tagen ein Ruhetag, nach einer Zahl voll JahrM^jn Ruhejahr, nach einer Zähl von Hkuhejahren e kU großes Jubeljahr ihn an den Herrn erinnern, an dessen Lehre^ und an seine Pflichten als Mensch und Israelis und ihm RDM geben, seinen Geist de- JWschM und dessen Leidenschaft zu entkleiden, und aus dem Staube zum unendlichen Himmel zu erheben. So gab der Allweise dem Israeliten eine beständig^ Mahnung/M» daS Höhere, an daS Himmlische mit, an den Zweck des irdischen Leben-, an die Bestimmung des Menschen. Diese stete Erinnerung und Mahnung, diese Zwischenräume und Zwischenreiche der Religion ln der Mitte deS weltlichen Treihens, sie sollten den Israeliten mit ekner vollkommenen , religiösen Besonnen hei t erfüllen, in welcher Besonnenheit er die Tage und Jahre seines Lebens zählte, und einem göttlichen LPanhet weihte. Das, meine Freunde, wacher erhabene Zweck aller dieser Gesetzt So lasset unS denn heute, als an einem der Sabbathe der sieben zü zählenden Wochen, und zur Vorbereitung des bevorstehenden Festes der Gesetzgebung über diese religiöse Besonnenheit des Asrae-