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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1835-06-01 · 6 (6.1835) · p. Seite 227

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
2 (1835)
Issue
6 (6.1835)
Date
1835-06-01
Page
Seite 227 (sequence 19)
Language
German
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vor zu stechen unter den Menschen, durchs Macht und Ansehen, durch Fülle der kdischen Güter, dürch SMnhekt, endlich durch allen Flitterstaat der Eitelkeit; dieser ist eS, welcher alle Kräfte der Seele für irdische/ vergängliche, selbstsüchtige Zwecke anstrengt und nützt,welcher die höhÄe Bestimmung des Menschen untergräbt, indem er sie der "Seele altrügerisch vorspiegelt, welcher die Treue, dir Rechtlichkeit, die Barmherzigeeit von sickstößt und sich mit dem Scheine, dem eiteln, falschen! Scheine begnügt. Difst beiden sind et, theure Zuhörer, dleft Triebe zu den sinnlichen/ und zu den weltlichen Vergnügungen, welche den Menschen seinem Gotte entziehen, ußd dH Erde und ihrem hoblen, leeren Dienste übergeben. Und ft wie der junge Mensch hereintritt in das ernstere Leben, ln den Kreis der Menschenwelt, drängen sich diese ihm auf, und bemächtigen sich seiner ungerüsteten Brust und schlagen darinnen ihren Wohnsitz auf. Darum bleibet der Mensch so selten Gott geweiht, darum bleibt er es so selten vom Mutterschooße bis zum Tage seines TodeS. Denn wenn erst die unschuldige Zeit der Kindheit hinter ihm liegt, dann vergißt er seine- Gottes meist und viel, und hanget jenen bilden Trieben nach als Jüngling und Mann; und oft nur bann wenn derH»- des TodeS naht, wenn die Silberlocke msies Hauptelyn erinnert an daS Ende seiner Tage, kommt daS Bewußtsein der verlorenen Weihe Wit Schrecken zurück. Dann, ja dann will er durch doppM Büßübung, durch doppeltes Gebtt, durch strengste Haltung ftdeS göttlichzn Geboteden Verlust seines Lebens er^en. — Unter diesen Forderungen des weltlichen Lebens also, unter diesem Drängen der Erde von innen und außen, wodurch kann der Mensch Gott -eweihet bWen? waS erhält ihn aufrecht, waS stützt, was leitet ihn in dieser Weihe? Wiederum die Religion, meine Theuern, die 9religion GottB, welche die Weihe deö Menschen ist, erhält ihü zugleich in derselben^ Meine Munde, auf dem Gebiete der Religion ist ewiger Frieden, keine Zwietracht der Triebt, keiß Kampf derMHgungtn und Leidenschaften, ' . 16* -

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