Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 2 (1835)
- Issue
- 6 (6.1835)
- Date
- 1835-06-01
- Page
- Seite 225 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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HS lung nur tm Sinne des Herrn geschieht, wetrn Me<so beseelt sind, Freunde, vom göttlichen Hauche-dtr Religion — dann sind^vir Gott geweiht, dem Merheiligsten geheiligt. Wenn die ganze Bahn unsers irdischen Lebens nur ein Zeugniß vom Herrn M, wenn wir so Schmerz und Freude, Kummer und Wonne ruhig und gefaßt tm Frieden GotteS ertragen, dann sind wir Gott geweiht, und daS Scheermesfer der Sünde kommt nicht auf unser Haupt, und den Wein der Leidenschaft trinken wir nicht, und die unreinen Speisen deS Lasters verzehren wir nicht. — Und wie dies her Engendem Manoah befahl für seinen Sohn Simson, so befiehlt auch euch, ihr Eltern, die Religion, also eure Kinder Gott zu weihen, und zu seinem Dienste, zur Frömmigkeit und Tugend zu-erziehen. Denn nur dadurch Min gebet ihr ihnen die wunderbare Kraft Simsons, daß A große und schöne Werke zum Heile ihrer Mitbrüder vollenden können. Warum denn, ihr Eltern, werden Eure Haare so oft grau vom Kummer übrr eure Kinder? warum denn stüstet daS Werk der Erziehung, woran ihr der Jahre so viele gehauet, mit aller Sorgfalt und aller Mühe gebaüet, »rum stürzt es so oft in einem Tage zusammen? warum denn netzet sich eure Wange, ihr Mütter, so öft, nicht von Freuden-, sondern von Schmerzensthränen,. über die, dieihr unter und an euerns Herzen getragen? Mkil ihr eure Kinder nicht Gott geweiht, sondern der Erde, weil ihr den Gedanken an Gott, an seine Lehre, an sein Gesetz so kalt, so eiskallt in die jugendlichen Gemüther legtet, weil ihr irdische Wünsche, irdische Kenntnisse derReligion nM zur Seite gesetzt, sondern sogar vorgezogenX Ihr vorzüglich, ihr Mütter, wisset, der Engel deS Herrn erschien zuerst her Mutter Simspns, dann erst dem ManoahX und^ so lerÄet hieraus, daß eS am ehesten an euch ist, eure. Kinder Gott zu weihen, und ihre kindlichen Blicke zum Himmel zu richten, und ihre kindlichen Herzen der Religion zuzuwcnden —. denn ihr seid die, ersten Pflegerinnen der zarten SpMlingr.