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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1835-06-01 · 6 (6.1835) · p. Seite 223

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
2 (1835)
Issue
6 (6.1835)
Date
1835-06-01
Page
Seite 223 (sequence 15)
Language
German
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Werfen wir einen Blicks weine Freunde, auf die unendliche Reihe der Wesen, auf alle die Werke, die der Ruf deS Schöpferin'S Dasein brachte: wie sonderbar stehet der Meqsch unter ihnen allen da. Die Spanen uNd Sterne und Erden, die großen Welten wandeln unaufhörlich ihre feste, begrenzte Bahn; keine irret zur Rechten, noch zur^Linken, keine nimmt ab und nimmt zu, so wandeln sie und werden wandeln § aber sie wißen eS nicht und freuen sich deß nicht. AuS der Erde sprießen Pflanze^ unzählig an Verschiedenheit, diese sind festgebunden an die Erde, aber daö Leben treibt innen schon ^nach oben hinauf. Dann kommen die. Thiere in ihrer unendlichen Mannichfaltigkeit, Thiere des Feldes, der Luft und des WafferS, diese bewegen sich frei, sie empfinden Wohlbehagen und Schmerz, sie erinnern sich, viele derselben, der Wohlthaten und der Qualen. Endlich der Mensch. Auch er kann sich Über die Erde nicht erheben, auch er ist begrenzt durch Gchurt und Tod, auch er blühet auf wie Pflanze Thser^und verwelket nach kurzer Zeit und dennoch häs sein Ähdtzfer ihn losgeriffen von der Kette seiner Wesen, von dem ganzen Kreisläufe der Natur. Schon seinem Körper gab er eine zarte, feine Bildung, einen aufgerichteten Gang, den Blick zum Himmel emporgehoben, und eine Stimme, der mannichfältigsten Töne fähig. Dann aber setzte er einen lebendigen Geist in ftinrrr Leib) eine Welt der Gedanken und Gefühle, ein Bewußtsein alles seines Thuns; dieser Geist, der sich zu den Sonnen und Sternen emporschwingt, um sie zu menen, zu dem Pflanzen sich bückt, um ihr Dasein zu erlauschen, die Thiere beobachtet, um ihr Wesen zu erkennen; dieser Geist, der der Liebe fähig war-, aber auch deS Hasses, des FeiedenS, aber auch der Zwietracht,, der Barmherzigkeit, aber auch der Habsucht, der Aufopferung , aber, auch des Eigennutzes, dieser Geist sollte zugleich unsterblich sein. Unsterblich für die Erde, denn die Geschlechter, die kommen, erben den Segen derer, dfß gingen; unsterblich für den Himmel, für

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