Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 2 (1835)
- Issue
- 5 (5.1835)
- Date
- 1835-05-01
- Page
- Seite 208 (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
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soll den Menschen zum geistigen Menschen machen, und der sei nicht abhängig von der äußern,, bürgerlichen StHung. Dadurch geschiehet nicht , etwa eine Ueberhebung^ über feigen, Gtand, wenn man dem Aetmern einige Bissen besserer gei? stiger Nahrung reicht, dje er im gewöhnlichen Leben freilich nicht als Tauschmittel für körperliche Nahrung gebrauchen kann, an der et aber in den Stunden körperlicher Entehrung nagen könrlte, um wenigstens von einet Seite gefättiAt zu sein. Aber, wird man einwenden, wenn auch* die UnterrichtSgeqenstänbe nicht verschieden sind, so,muß die' Methode die Behandlungsweise eine verschieden^ sein. ^Die Kinder reicher Eltern werden meist sorgfältiger erzoLen, feiner behandelt, sind an eine gebildete . Spkache gewohnt, und. die Schute und das HauS müssen kn einander greifen. Je-« doch auch diese Meinung wird man", ohne Vorurtheil urtheilrnd, nur engherzig finden. Wenn auch das Leben reibend und verwinldend schon in das Iugeydkeben des Armen eintritt, daß sein Aeußeres härter ist altz die Aalhaut des KindeS, mit dem die Leckerbissen deS Schicksals schon in der Wiege zufammenlggen: so muß eben die Schuke stch 1hm als Ausgleichung der göitlichen Gnade eröffnen. Die Schule muß den Ungebildeten zu. sich heraufheben, in ihrem Schoosie muß «in unverletzbarer Geist ^derc Bildung leben und weben, de^ llnterricht myß sich nicht zum Armen hinunterneigen, sondern ihn Heraufziehen, daß ex geistig eeich ift und^ wird, stelle dq^er, Lehrer, deinö.,Forderung auch an das arme Kind so hpch wie an dqs reiche, und du wirst stheM— es erfüllt sie, es kommt ihr nach. sFortfetzung folgt,!