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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1835-05-01 · 5 (5.1835) · p. Seite 207

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
2 (1835)
Issue
5 (5.1835)
Date
1835-05-01
Page
Seite 207 (sequence 32)
Language
German
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pen und meine Stixn eine Empfindung von Lauheit bei der Berührung deS WafferS dieses Flusses. — Wie alle Reisende, welche durch so viele Strapazen, Entfernungen und Gefahren, diesen ehemals königlichen Kluß in feiner BZrlassrnhri/t besuchen, füllte ich einige Flaschen ckit stimm Wasserum fie weniger glücklichen Freunden mitzubringen." 12 /Sobald ich in eine Schule trete, find eS drei Gegenstände, die alsbald weine Aufmerksamkeit ans fich ziehen: die S/chüler, daö <Vchulzimmer und der Hehrer. Die Schüler— aus welchem Stande find sie? Aus höherem, niederem Stande, oder find sie gemischt? Es ist mir eine Bürgschaft für die Tüchtigkeit der Schule, sobald die Schüler ausschließlich einem Stande angehören. Kinderreicher bloß ärmerer Eltern find —eS müßte denn ein äusie- Zwang zu dieser Vereinigung vorhanden sein. Die chule muß bewährte Vortheile barbieren, weizn reiche Elrn ihre Kinder den Reihen'zugefellen sotten, welche von undern niedern Standes gebildet werden. Und dadurch wird denn auch die Schule immer besser, und in ibren Wirkungen immer sicherer werden. Eü ist ni^-ts gewisser, als daß Schulen, die fich in'sbesondlrre einer Klasse öffnen — mag dies nun der vorherrschende Gedanfe bei ihrer Gründung gewesen sein, oder in den Verhältnissen gelegen haben — eine einseitige Richtung, einfchlagen, in welcher nach vermeinten verschiedenen Bedürfnissen verschiedene llnrerrichrsgegenstände und eine verschiedene Behandlungsart des Unterrichtes gewählt chcrden. Ferner bildet fiH in« den Kindern selbst ein Kastengeist, und in den Schulen, die für Begüterte bestimmt find, ein Hochmutbs^ist aus, der sehr verderblich ist: so wie im Gegentheil Schulen, die nur für Arme find, ein Gefühl der Bedrückung und Beschränkung mit sich führen. Sehen wir auf das erstere, den Unterricht, so sehe ich nicht ab, warum den Augen der armen Kinder nicht dasselbe Pantheon des Geistes und der Wissenschaft geöffnet werden soll, als denßM der Neichen? Die Schule ii

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