Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 2 (1835)
- Issue
- 4 (4.1835)
- Date
- 1835-04-01
- Page
- Seite 168 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/7166791-7167212-8877237--0621-7167473- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
- ißs , / - - - V ' V 7. ., Menschen ganzAsttztedaSirdische Lchen hinten an, vUnachlWgte die Erdeüberdie Maßen, sondern eSbefaUesich allein mit Gott, mit Gotteslehre und Gottes gesetz. Da hattz denn zusörberD die Verehrung M einigen Gottes einen schweren Kampf mitdem immer wieder erwachenden Götzendienste, derJsraelit konnte feine ge istigm Schätze noch Nicht fasten und ftin noch kindischer Smn lieh sich immer Wieder Sehri demünze von seinen Nachbaren zum täglichen Gebrauche. Darum erhoh sich in der Mittffdes Landes ein erhabener Tempel, aber uch ihn erstanden immer wieder Ältchre und Höhen und Götzensäulen; Md selbst Salomo, dM Erbauer deS Tempels, baute auch Götzentempel.- Als aber mit dem zweiten Tempel dieser Kampf innerlich Entschieden war, entstand der Kampf der mosaischen Religion nach außen, und die Eingriffe der Syrer und der römischen Kaiser mußten zurückgewiesen werden. Unterdesi arbeitete sich innerlich die Mligion verschieden aus, Buchstabe und Geist rangen Mit einander, Saddueäer- Effäer, Pharisäer Zogen auS Derselben .Quelle-ganz verschiedene Grundsätze. Die Tradition und^her Tradition-glaubr gewannen die Oberhand, und begleitettt^bie Israeliten in die gesammte Welt hinaus; der innere Kern hüllte siche ln ein unermeßliches äußeres Gewand; an die Stelle deS Tempeldienstes trat ein allgemeines, festes Eeremonttnwefen, welches das Leben des Anden band, und seine Lage pnb> Stunden mit einander verknüpfte- -' Und- > chehe die Äoth^voch-außen schwoll, und dasSchicksalder Juden mit Trübsal schwängerte., desto Mehr Log sich derIude in sichselbstzurückhesto Mehr häufte er sein Gebetformulare , und desto tiefer versenkte er sich^ in die Ausarbeitung des ihrv überkommenen theologischen Stoffes. Da die Außenwekt aufgeKrben watd, so hiM, sich der Jude an seine Tlkaditivn fest, die so viel Beruhigendes und VerhelßendeS enthielt, so viel, was ihm die Aengste der Außenwelt MAeffen machen konnte. Wie oft Mag Hch hier daS Beispiel jeneS ArchimedeL wledtrholL haben, der ruhig seine' mathemakifchen Figuren zeichnete, während die