Mannheim
Compact Memory

Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1835-01-01 · 1 (1.1835) · p. Seite 30

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
2 (1835)
Issue
1 (1.1835)
Date
1835-01-01
Page
Seite 30 (sequence 30)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/7166791-7167212-8877141--0480-7167304
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

»«MMMMM»«,, UMMMWMMWWWWWWW liche Gesetz — ausschließlich umMßte) konyte auch ihre Freude des kindlichen, sinnlichen Ausdrucks nicht entbehren. Leibliche Genüsse, Freudenmahle, feierliche Aufzüge und Umgänge waien daher /die äußern Wiederklänge ihrer zwar kindlichen — aber desto innigeren und treueren Anhänglichkeit an das Wort Gottes. So genügten sie nach ihrer Art dem Spruche: „Freue dich Jünäling, als wärest du noch Kind; tyue deinem H/erzen gütlich, so lange du noch die Jugendzeit v/erlebst!" Die erste Frage wäre > also beseitigt; wir wissen nun, warum und wie unsere Väter an uud mit dem göttlichen Gesetze sich freueten. -- Wie siehet es nun aber bei uns aus? Hat dieser Tag der GLsetzeSfreude für unS noch dieselbe Bedeutung, wie für unsere Vorfahren? Doch wohl, sollte ich glauben; die Lehre, die MoseS unS gebot, List ja ein ewigeS Erbtheil für die Gemeinde Jac/obs! — Nun sind wir aber allerdings der geistigen Minderjährigkeit unserer Väter in mehrfacher Hinsicht entwachsen. Denn wenn auch nicht der Inhalt, so ist doch dev Umfang unsers Wissens erweitert. Smd auch unsere bürgerlichen Fesseln Koch nicht ganz gelöst, — so leben wir doch unter Nationen, die wohl einseben, daß unS viel Unrecht geschehen ist, und wenn der Geist der Duldung und Menschenliebe auch nur langsame Fortschritte macht, so wird er doch aM Ende den Sieg gewiß davon tragen. — Unser Streben ist denn auch nicht mehr, wie dckS unserer Väter, moS auf uns beschränkt, — unsere Theilnahme eröffnet sich allem Guten und Schönen, wo und unter welchem Volke eS sich finde! -— Dafür ist aber fteilich das göttliche Gesetz »licht mehr Unsere einzig^ Freude. — Unsere Kinder erhalten allerdings einen zweckmäßigeren Unterricht alS früher; Künste und Wissenschaften liegen unserer Jugend nicht/mehr fern; —° dafür ist aber auch leider Gottesfurcht nicht/mehr der Anfang ihrer Kenntniß! Können Freude des kindlichen, sinnlichen Ausdrucks nicht entbehren. Leibliche Genüsse, Freudenmahle, feierliche Aufzüge und Umgänge waien daher /die äußern Wiederklänge ihrer zwar kindlichen — aber desto innigeren und treueren Anhänglichkeit an das Wort Gottes. So genügten sie nach ihrer Art dem für unS noch dieselbe Bedeutung, wie für unsere Borfahdie Gemeinde Jac/obs! — Nun sind wir aber allerdings der geistigen Minderjährigkeit unserer Väter in mehrfacher Hinsicht entwachsen. Denn wenn auch nicht der Jn- Dnldung und Menschenliebe auch nur langsame Fortschritte macht, so wird er doch aM Ende den Sieg gewiß davon tragen. — Unser Streben ist denn auch nicht mehr, wie dckS unserer Väter, moS auf uns beschränkt, — unsere Theilnahme eröffnet sich allem Guten und Schönen, wo und unter welchem Volke eS sich finde! — Dafür ist aber fteilich das göttliche Gesetz »licht mehr Unsere einzig^ Freude. — Unsere Kinder erhalten allerdings einen zweckmäßigeren Unterricht als früher; Künste und Wissenschaften liegen unserer Jugend nicht/mehr fern; —° dafür ist aber auch leider GotteS-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.