Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 2 (1835)
- Issue
- 1 (1.1835)
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 29 (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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H'^ K ^8 lebten sie sich und dm Ihrigen. Schwer — viel schwerer als auf unS, — lastete auf ihnen der äußere Druck, aber minder fühlten sie dessen Bürde,Vdettn — daS göttliche Gesetz, die Gebote.und Gebräuche dtrMeligion, welche sie mit , der gewissenhaftesten Pünktlichkeit und mit der unerschütterlichsten Ueberzeugüng beobachteten, diese boten ihnen Ersatz für alle die Beschwernisse, gereichtenXihnen zur Erquickung in allen den Bedrängnissen, denen sie ausgesetzt waren. „Ein süßetz, erquickendes LichtV" wie unser Text sagt, war ihnen dje göttliche Lehre; mit ihr standen sie aufxund mit ihr legten sie sich nieder^ nicht nur der Form nach, etwä blos im Beth^use endeten und begannen sie mit jedem Jahre die heilige Thota. Nein! Das war bei ihnen efne, mst ihrem ganzen häuslichen Leben innigst verwebte, theure Beschäftigung. Das göttliche Gesetz war ihnen die einzige Van ne, woran sie ihx Herz erwähnten und welhe ihren Geist erleuchtete; kö war der einzige Unterricht, den sie ihren KindW gaben; alle Strahlen ihtes MitzeS und ihres Scharfsinns vereinigten sich in dem einen Streben, daS göttliche Gesetz^ recht zu erforsche^ recht zu ergründen. Darum verschwand henn auch bei ihney während der Beschäftigung mit dem göttlichen Gesetzbuchs aller Gram, jede Sorge, jeder KummerXund in allen Wechfelfällen des Geschicks, selbst in den Zetten der schrecklichsten Verfolgungen, widmeten sie den Tag, wo sie das göttliche Buch beschlossen und wieder begannen , vorzugsweise der Freude und Wonne, um anzudeuten, welch hohen Werth sie auf das Gesetz Gottes legten. Mit unserm Texte dachten sie: Alle die Tage der Finsterniß, die lange Nacht des Drucks, alles dies ist vergänglich und eitel, denn uns erquickt ja dasüße Licht des Glaubenan Gott und seine Gebote, uns leuchtet die Sonne des göttlichen Gesetzes!" — Aber auf welche Weise gaben sie ihre Freude zu erkennen? Ganz ängemeffen der üngetheilten Begeisterung, wovon sie erfüllt waren, (und welche, wie im jugendlichen Alter deS Mekschen, nur einen Gegenstand — daS gött-