Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 2 (1835)
- Issue
- 1 (1.1835)
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 17 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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T'"'"' / . < Abgesehen von b-r einen Bemerkung des Briefstellers, als oh jrne geschichtlichen Grausamkeiten in Spanien eher zu verMW^alS in'S Gedächtniß zUrüctzurufen feisn — welche Bemerkung^s geehrten Correspondenten seinem Herzen so viele Ehre macht, die aber wie überhaupt der geschichtlichen Belehrung zuchiderläuft,. Iso insbesondere dadurch and dem Wege geräumt wird, daF die Geschichte daS ÄMt hat, gegen solche schreckltch^Mrirrung imcher von Neuem zu war» neu, und durch dag Schreckbild derselben sowohl jedek zu verscheuchen, als auch die Israeliten zur Liebe gegen neuere Bildung anzuregen —abgesehen hiervon , sind die Argumente gegen die Heranbriygung talmüdischer Stellen zur Exegese von Bibelftellen an und für sich schön und triftig, aber für den israelitischen Prediger durchaus nicht überzeugend; ES' läßt sich aus unzähligen Stellen erweise», welchen trefflichen Sinn der Talmud und die Midraschim öfters den Bibelstellen selbst hinzufügennur daß die Meinung, als ob der Talmud stets hie allein gültige und wahre Deutung geben wolle, und nicht vielmehr meistens nur ein religiöses und moralisches Vermerk, ganz und gar falsch ist und die Sache verwirrt, Ich will daü erste beste Beispiel anführett, Wefin er Ps. 148, 2. heißt! 2112) vzrtn 'S L'L Issest du deinerHändeArbeit, wohl dirr eS geht dir gut! und der Talmudist bemerkt hierbei: M wohl dir: in dieser Lßeltz eS geht dir wohl für die zukünftige Welt — so will er hiermit nicht angeben, als habe dieses der Psalmist wirklich und allein gemeint; sondern er dehnt nur den Sinn deS Satze-noch weiter auS und erinnert, daß, wer seiner Hände Arbeit ißt, für sein Wohl hienieden und imIenseitS arbeitet: und wer kann daS Treffliche hierin leugnen? und wer kqnn unS verargen, ihm hierin nachzugehen? Ich will, um hierüber vorläufig abzuschließen. Mich nicht enthalten, einige Khöne Worte eines befreundeten ManneS hixr sogleich mit seiner Erlaubniß beizufügen.