Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 1 (1834)
- Issue
- 2 (2.1834)
- Date
- 1834-02-01
- Page
- Seite 52 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/7166791-7167198-8876002--0065-7167221- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
'V .!/ » - - <k«> 52 denstlden verwirren^. Erstens, daß man den ftnterrichb im Talmud mit den Kindern viel zp früh beggnn^ und diest^ Unterricht höchst unmethodisch .M. selbst - qMvyll für die Jugend machte. Es ist gewiß, hie Weisen und TenaLm hatten den Talmud nicht zu, einem- E le mrntar d " che für unfähige Kinder bestimmt, und die Talmudjsten sagen selbst, ^aß unter hundert^ die das Lehrhaüs besuchen,! kaum zwei des Tnlmuds kundige Schüler herausgehen, und, laut ward selbst von religiösen Juden die unnütze und geistermüdende Tstsputirerei über den Talmud getadelt (s. das. Buch 8cka- LoU Na8H6LlrkrL 8ehvknoiIr,) ohne dänrit sagen zu wollen, baß er kein Gegenstand der Unterredung und dH Begeistrung für religiöse Gemüther werden solle. Äußer djesem großen Mißgriff, wodurch das Studium des Talmuds mit unsrer jetzigMAugend.Unvereinbar sein würde, war es zweitens e/n Fehler, daß man den Unterricht.»im Talmud Mehr von er» Seite auffaßte , daß er SchaMnn, Witz und Perstans rchkrafte schärfe und wecke, alö von religiöser Seite, in der HW ftine wahre Wichtigkeit begründet M. Die Methode chW^-chesckMffeg, daß sie den Talmud einem. Spiel des Geistes, aber nicht zu einem Gegenstände des Gemtzthes, des religiösen Unterrichts und der göttlichen Lehre machte. Durch diese falsche Achtung Mußte Natürlich der Talmud an Ansehn verlieren, sobald* sich andre Gegenstände des Unterrichts für die Jugend darboten, da die rechte Würdigung des Talmuds verloren war. Zwar ist es wahr und unleugbar, daß das Studium des Talmuds den Scharfsinn ungemein wetzt, und gereicht ein gehörig geleiteter Unterricht im Talmud schon darum zu einer tüchtigen UebuNß der jungen Verstandeskräfte, indeß ist eF eben so unleugbar, daß. der wahrs. Werth.Melhen für uns in sejnek religiösen ^ve? deutung liegt. » v.> . Nach. dM- HemerkMg Vieser zwei Jrrthümer, die im frühern Geiste ihre Begründung fanden, wollen wir einige wichtige Momente heryorheben, durch welche der Talmud für das Jübenthum unentbehrlich ist. 1) Der Talmud ist von vorn Herein schon die