Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 1 (1834)
- Issue
- 12 (12.1834)
- Date
- 1834-12-01
- Page
- Seite 401 (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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über 10,000 Seelen längst vor der fMrufaleMS angemessener Verhältnisse. Niemals hat ein toleranteres Volk geherrscht, als das römische, niemals eine jegliche Religion mehr achtender Sieger das Schwert geführt, als der Römer. Da er deS Lande- Götter iy jedem Lande Herrschers glaubte, huldigte er in GriecheMand den griechischen, Ln Syrien den syrischen, selbst in Aegypten lange Zeit ägyptischen Gottheiten. Während er die Völker zertrat, wähnte er ihre Götter durch zahlreiche Opstr zu versöhnen, und sich günstig zuzuneigen. Denn die Grundlage seiner Religion war nur die Phantasier die Bilder derselben waren ihm nicht aus der Liefe des GeMüthes gekommen, noch aus der Erkenntniß der Vernunft. — Darum wirkte denn die Zerstörung Jerusalems nur vorübergehend auf die außerpalästinensischen Juden; der Strom der heimathloS Irrenden verlor sich auf den Heerstraßen des römischen Reiches allgemach, der augenblickliche Haß deS Römers gegen die Juden verschwand; und vbsthvn dann und wann dieser burch dse wiederholten Empörungen der Juden wieder angefacht ward, so beruhigte er sich nach hergestekter Untekwürfigkeir, und die Juden theilten daS LooS aller dem römischen Zepter unterworfenen Nationen. — Im römischen Reiche fand, eigentlich nur eine bevorrechtete Kaste statt, di§ der geborenen Römer, des römischen Bürgers. Als aber darömische Bürgerrecht allmählig über alle römische Unterthanen sich ausdehnte, und dieser Unterschied, diese Bevorrechtigung Ach verliefda stand jede ehrenvolle Laufbahn Wich dem Juden offen) kein Gewerbe war ihnen.untersagtfreie Religionsübung Mattet, militairische und bürgerliche Aemter und Würden konnten sie erlangen, und erkangten sie wirklich. IM Ganzen müssen wir dieses von folgendem Gesichtspunkte betrachten. . V Wir bemerken oben, daß die Römer keiner Religion feindlich gegenübertraten^ sondern vielrttehr jedc^ Mit de^ ihrigen amalgänitten. Deshalb war eS nicht die Religionwelche die Römer ^den Judell abholb machen mußte, sondern ein sittliches Princip. Die Juden standen da in ihrer