Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 1 (1834)
- Issue
- 12 (12.1834)
- Date
- 1834-12-01
- Page
- Seite 387 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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385 beilegt. Wegen der Verfolgung des Mangels und andern Unglücks ist, sagt er. Ln meinem Werke keine tiefe Weisheit enthalten. Dieist indeß für hie hebräische Literargeschlchte unentbehrlich, es enthält die Lcbensverhältnisse aller ^enaim, Amoraim und Nabbinen bis auf seine Zeit, und manche sehr nützliche antiquarische Bemerkungen, z. B. über die Schule zu Pumbeditha, die Verhältnisse des Nosch Gelutha u. s. w. **). . Jacob ben Salomo ben Chabib, .auS Aamora, Verfasser des (kä. kurtk 5546 kol.) eine Sammlung aller Agadoth und Midraschim des gtsammten Talmuds. Es fehlte ihm an allen Quellen, sogar am Talmud selbst, bis er nach Salonichi kam, wo^er im Hause deS „Jehudah, Sohn des fürstlichen Don Abraham Benebnäste, der in den Sälen der Großen erzogen war", Ruhe, Erquickung und Bücher zur Arbeit fand^ Von Salonichi «änderte er späterhin nach Jerusalem. In Saphet in Galiläa traf er den Nabbi Jacob Berab, der auS Castikien nach Fetz, von darnach Aegypten und von da nach Palästina ge- - wandert «arF, - . Ich habe meinen Lesern die Schatten u'ener in Wort und That wahrhaft großen ALänner Israels vorbeigeführt. Ihre Gebeine sind schon längst in Asche zerstäubt, sie ruhen Ln den Gefilden Portugals, Spaniens, Italiens und Palästinas, am Ufer des Tejo, des Ehro, des Po, des Euphrat, dB ägyptischen Nilus. Mehr als drei Jahrhunderte sind überihre Gräber gezogen und die Kämpfe der Menschheit haben auf der schönen Erde gewüthet und ihre Grabstätten *') Wahrscheinlich aus derselben Familie ist der spätere Zacutus Lufitanuß, der sich als Ar^in Amsterdam aufhielt und medicintsche Merke hinterließ, worin die wichtigsten Beobachtungen der Alten in einer schicklichen Ordnung gesammelt und erklärt sind, und der Verfasser seine eigenen trefflichen Erfahrilngeu über seltene Krankheitsfälle nieder- »legt. Zu Lissabon 1574 geboren, übte er die Kunst in feiner Vaterstadt mit vielem Glück hiS 1635, wo eine harte Verordnung gegen die heimlichen Juden erschien. Diese trieb ihn nach Amsterdamwo er bis an seinen Tod 1642-lebte. 'Seine sämmtlichen Werke find zu Leyden 1667 Fdl. Ln lateinischem Sprache erschienen.