Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 1 (1834)
- Issue
- 12 (12.1834)
- Date
- 1834-12-01
- Page
- Seite 378 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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erwürgten sie ihre Kinder, ehe fle sie den Wüthrichen I überließen) und fielen dann selbst von dem Schwerte der Feinde, oder von dem eigenen Dolche getrostem Dazu kam noch ein anderes Leiden. Man hatte den Auswanderern? drei Häs^n zur Einschiffung angewiesen, sitzt beschränkte man - fle auf riuen, fle mußten auf Halbem PZege zukückkehren, oder vchr den entferntesten Orten stes LdndeS dahin dteMise machen, und so ging Vielen das Zehrgeld W Ende — die Sklaverei war ihr Looö. Andererseits kehrten auch Viele auS der Barbarei und andern Gegenden zurück, wo sie entweder zurückgewiesen worden, öder sich nicht erhalten konnten. Diese vermehrten die Verwirrung: fie hatten gewähnt, daß der Sturm sich gelegt hätte, ^le trafen ihn in seiner zerflörendsten Wuth und Mußten daS Schicksal der Zurücks gebliebenen theilen. Da waren Verwandte und BlutSfreunde auseinander gesprengt, keine Kunde einer vom Andern, keine Mittel, fichp daL Leben zu fristen. Und welcher Jammer erwätteke die Fliehenden auf dem Meerewo sie von den Gchistsinhabern und Matrosen als Pfänder der Habsucht und der niedrigsten Triebe angesehen wurden; vor ihren Augen wurden Weiber und Töchter entehrt, oder man nahm alle- Besttzthum als Lösegeld für solche Greuel. Am Ende deS Ighres 14ß5 (5255 L.. U.) gab eö nur noch jüdische Sklaven und Enussim (vassim) in Portugal. Dilese Enussim hatten indeß ihr Schicksal nur verzögert, fie wateu späteren Leiden aufbewahrt. Im Jahre 1506 war eine lang anhaltende Dürre und HungerSnoth im Lande. Man hatte mehrere Enussim bei der heimlichen Feier deS Paffahfestrs betroffen, die in'S Gesängniß geworfen wurden; jetzt war natürlich die Ketzerei an allem Unglück Schuld. Die Priester predigten laut gegen die jüdischen Ketzer, und bald ereignete sich durch die Unvorsichtig^citeines heiinlichen Juden eine Gelegenheit, die Rache geltend zu machen. Ein Mönch zeigte dem versammelten Volke ein Crucifix, daö durch eine kleine Oeffnung Lichtstrahlen fallen ließ, es sollte dies eine tröstende Erscheinung der Gottheit sein. Ein anwesender Enuß machte die Bemerkung, daß man gegen die