Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 1 (1834)
- Issue
- 11 (11.1834)
- Date
- 1834-11-01
- Page
- Seite 367 (sequence 44)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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L - - - ^.IU^ „ - Md die dritte Wanderung gefchah N12SN AN2 am Fest der Laubhütten. Und diesefreundliche, fröhliche Suecorh» ftft> an deffen-Knde wir heute stehen, war es nicht darum so freundlich und fröhlich, weil es ein Erntedankfest war? Die Gaben de- Herrn waren eingesammelt, der Segen lag ä den Scheuern , man tvnM sich seiner freuen uyd rühmen. Darum war auch diese letzte Wanderung nach Jerusalem weniger feierlicher, als heiterer Art. unter d§ü Lauben Jerusalems sollte die Nationaifreude ihr schönstes FeF feiern — mit den Palmen in der Hand, mit der Myrthe, mit der Weide, mit l>er Hadarfruchr. Was ersetzt uns wohl also diese Lrnteöankfreude, meine Theuern? wo finden wir wohl jetzt noch die Lauben und Hütten Jerusalems, um fröhlich zu sein und zu genießen recht würdig, angemessen, im Geiste der Religion? Suchct nicht, Freunde, schauet nicht in die Ferne, um, an euch findet ihr es — es ist im 4 Familienleben, im Schöoße der Eurigen da ist die dritte j Bildungsstätte Israels. Wenn die Gemeinde ihren Theil hat, die Synagoge ihre Andacht, die Schule Ldre Bildung, ihre Unterweisung gegeben: dann sollen die Früchte in der Familie genossen, unh eine ununterbrochene Ernted-nkfreude l im Kreise der Seinigen gefeiert werden. Darum stelle ich j daS Succochfest mit der Familie zusamnHn, denn sie! Hütten in der Wüste, wo der Herr wohnen ließ unsere? Voreltern, als sie auszogen aus dem Egyptenlande, sie gleichen Ltt der Wüste des LebenS unfern Erdenhütten, in denen wir wohnen mit den Unsrigen, bis wir nach dem gelobten! Lande des Himmels kommen. O möchten doch diese unsre Hütten auch solche grüne Lauben sein, wie die Hütten des Laubhüttcnftstes, möchten wir doch so fröhlich und heiter darin wohnen, als wir heiter und fröhlich in den Hütten des Laubhüttenfestes wohnen sollen. Aber da gibt eS Eheleute, die in Unfrieden leben, in Zwietracht, das Gift j kränkender Worte fiößen sie ein ihren aufbrausenden Herzen, den Wermuth widersetzlicher Handlungen reichen sie sich