Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 1 (1834)
- Issue
- 11 (11.1834)
- Date
- 1834-11-01
- Page
- Seite 334 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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334 Hunden. Seid, barmherzig. Müder, wenn M rerw Hn wollet, wirkct GUtes im Kleinen und Grosiestc, uüterstüßet jedes segensreiche.Unternehmenwenn ihr remscin wollet, fasset diese ^Vorsätze unverbrüchlich, grabet diese Lehren W euer Inneres ein -7nur dann> nur dann, wenn dieses'geschehen ist , wenn ihr euch gereiniget vor ellch IW und vor eucrn Nebenmcnsihcn, werdet ihr gereinigt vor^iott an diesem Tage. DenEwahrlich, der Herr wirft die Versöhnung Rem Menschen nichr butten nach, und nicht dem Trotze, nicht dem Eigendünkel, , nicht der -Selbstoerblendung, die keine Sünde ^n üch findet und keine Reinigung nothwendig hält, bietet cr sie dar: sondern ihr werdet" nur versöhnt, sobald ikr euch gcrciniqct habt. Seid ihr aber einig geworden mit euch seKst und mit eurem wachsten, ja dann kömmt, wie dieMotgenrörhe zur Nacht, die Vergebung, die Verzeihungdie Versöhnung vom Hcrürizu eurer Schuld — euch zu reinigen.! 'n — daß von allen euern Sünden ihr vor Goht rein seid. — Meine geliebten .Aühörcr! War nicht euch Alieü, die ihr bier versammelt, . einst ciüe Mwne Zeit chMuldiger Kindheit, sorglos ünd fehlerlos, kummerfrei und lasterfrei, ohne Angst und ohne Leidenschaft? Denket nach, gehet zurück^ in jene Zeit, Vielen von euch ist fie langst entwichen, und die noch 1)arin sind und noch daran find, diese verstehen mich nicht: erinnert euch, wie war.es da lieblich und^ schön,..und freundlich und angenehm, und die schwachen Hände konnten wir erheben zu jeder Zeit hinauf zu^drm^Vater droben: denn wir waren rem vor Gott von allen Sünden.^ Aber wie ist es seitdem an- - ders geworden in uns? Wo ist hingewichen dieser selige Frieden? Wo' ist hingefchwunden diese Sorglbfigkeit und Unbekümmerniß? wo ist hinmfiohen die liebliche, schöne, freundliche Ruhe und Heiterkeit? Sie sind entschwunden, meine Lieben, weil die Unschuld^ entfloh, sie enlftoben vor Mr Münde, vor der. Leidenschaft > vor dem wirren Treiben