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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1834-08-01 · 8 (8.1834) · p. Seite 258

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
1 (1834)
Issue
8 (8.1834)
Date
1834-08-01
Page
Seite 258 (sequence 28)
Language
German
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Wenn wir 860,000 aus Spanien wandern sehen, Habe und Heed verlassend um der Religion willen, mit keiner Aussicht als Schmach und Verderben aller Orten, wenn wir die ganze/Kette wunderbarer Schicksale kennen lernen, und die, chettende Hand , des Herrn hier eine Zuflucht eröffnen sehen, wenn dort Vertreibung und Verfolgung erfolgt — wie? wird dies nicht in den Herzep der Männer und Kranen, der Greise Und Kinder, der Jünglinge und Iungfraükn eine höhere Flamme anfachen, eine Flamme der Gotteöergebdng und Duldun/, eine Flamme der Liebe zu Religion und Geschlecht? Und wenn wir nach diesem dennoch überall die Sonne der bürgerlichen Freiheit und Ehre über unS aufgehen sehen, wird nicht da die Achtung neuerer Zeit und neueres Strebens, die Ll>'be zur Bildung und Verehrung Ln uns erstehen und uns durchglmM? — Solches ist gewiß, und auf dies mtzffIsrael aufmerksamem und aufmerksam gemacht werden, ohne Unterlaß. Darum müssen wir unsere Geschichte kennen lernen und studlren —- jedennoch njcht mit her fro^gen .Kälte, 'die sich'm--em^n neueren» Werken Raum gechacht. Darum muß in die Herzen der Jugend unsere Geschichte gesenkt werden — aber nicht bloß mit>Namen- und Wortkrämerei, sondern mit Geist und EmMridung. Das ganze menschliche Leben ist abconterfeit in unserer Geschichte; die Höhen und Tiefen des irdischen Daseins spiegeln sich innerhalb unserer Geschichte ab; und wie jenestzhinweist auf ein Höheres, dem der Mensch mit jedem Schritte zum Grabe mehr gereift, so zeigt unsere Geschichte au/ eine höhere Bestimmung Hin, die wir erfüllen sollen, auf eine waltende Vorsehung, die über den Grüften der vergangenen , und über den Wiegen der aufsteigenden Geschlechter schwebt. DieS war es, hochgeehrteste Zuhörer, wqs ich Ihnen heute über den moralischen Werih unserer Geschichte für uns Hu sagen, beabsichtigte: denn nur durch diese ersehen wir klar und deutlich, was uns zu thun nothwendig ist. So sei denn dies auch wahrhaft und zur Genüge geschehen!

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