Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 1 (1834)
- Issue
- 8 (8.1834)
- Date
- 1834-08-01
- Page
- Seite 234 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Sultane, ein Lebensaltervon 70 Jahren erreichend, aber Ln demselben Werke, des AndGksns von Jahrtausenden würdig, vollendend. Maimonides, gleich weit von Oberflächlichkeit und von aller Mystik entfernt, ging im Gewände eines jüdischen Theologen den Weg der gr i e chischen Denker, und stellt uns daher zum ersten Male die glänzende Erscheinung dar, in welcher die mosaische Offenbarung mit griechischer Kultur zusammenstLeß, und sich mit dieser zu einem harmonischen, in vollem Sinne des Wortes, human e n Ganzen gestaltete. Als Theolog war er ein Eiferer für seine Religion, aber nicht in seiner Religion. Wie er, was unten näher betsachtet werden wird, die Mitte als das allein Wahre anerkannte, verwarf er alle jene Selbstpeinigung und verschmähete selbst im Eeremonmlen alles was zu weit geht. Er würdigte das Wohlbefinden des Körpers vom Standpunkte der Seele aus sehr richtig, und führt öfters das talmudische Sprichwort an: „eine angenehme Wohnungeine schöne GattiN/ und anmüthiges HauSgeräth ist den Gelehrten, wohl anständig^ ^). Dann hielt er auch das Studium anderer Wissenschaften, Lnsbesvnderg der Mrdicin, M den Theologen durchaus nothwendig. Mon der Arzneikunde meint er, „daß sie ein vortreff- Metz Mittel sti zÜr intellektuellen und moralischen Vervollkommnung , sie führe geradezu zur Erkenntniß GotteS, folglich zur wahrhaftesten Glückseligkeit ü. s. f. " Wir sehen hieraus, wie er, akS Jünger des Aesculap, "auch aus seiner Kunst den echten Honig der Wissenschaft zog, und sich innerhalb ihrer nur desto mehr in der Anhänglichkeit ' an Gott ^bestärkte.^ ^- Äs Philosoph war,rs Mn Endzweck, die Philosophie mit der Offenbarung zu vereinigen, und jene zum Ausbau dieser zNdDhrauchen. > Am paffendsten fand er hiezu die Aristotelische Philosophie 2), welHe damals unter Arabern Für dieUnkundjigerenFolgendes,: Vristoteles aus Stagira, W 8 8