Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 1 (1834)
- Issue
- 7 (7.1834)
- Date
- 1834-07-01
- Page
- Seite 221 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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' E- / ^NM Er grub ihn um! In dem Kindlein, meine Freundeschlummern die Kräfte noch, die sich einst entwickelt; sollen, die Fähigkeiten, die ihm einst gehören, die Neigungen, die ihn einst beherrschen sollen. Körper und Geist des Kindes sind wie ein unbeackerteruyumgegrabener Boden, aber der bestimmt ist, Echt brach zu liegen, sondern Gewächse mancherlei Art hervorzutreiben. Wie da? überläffet der sorgsame Ackersmann den Boden sich selbst? läßt er ihn unbearbeitet, unbeackert, unumgegraben? Allerdings, wenn er Unkraut ernten, wenn er Disteln und Dornen blühen sehen will. Und waS habet ihr für eind Saät auszustreuen, Eltern Israels? DaS Gesetz des Herrn Zebaoth. Und der Bodenin den ihr sie streuen sollet, ach! er ist ja eueAeeleigener, von eurer Seele, wie von eurem Fleische! Also da sollet ihr sorgsame Ackersleute sein, und den Boden zuvor umgraben, wie der Herr Israel umgrrch, als er eS ^uS Egypten führte. Und wodurch geschieht dies? Durch frühzeitige Entwickelung des Verstandes, und zwar des geraden, einfachen, rechten Verstandes. Der Mensch soll seiner Natur nicht selbst überlassen bleiben. Denn der Mensch ist nicht bestimmt, wie das Thier, auf der Stufe stehen zu bleiben, auf die ihn die Natur gestellt hat. Er soll sich entwickeln, sich vervollkommnen, zu einem höhern, mit der irdischen Natur nichts gemeiy habenden Leben^ hinanbilden. Wohl, ihr Eltern, so sollet ihr umgraben sorgfältig den natürlichen Boden des KnßeS, und zwar mit der Schaufel des Verstandes, mit der Hacke der Erkenntniß, mit dem Karsten der Wissenschaft. O Israel,! da bist du noch sehr zurück. Der eine Theit der Eltern gräbt zwar den Boden um, aber betrachtet ihn wie ein Blumenbeet, wo nur Zierpflanzen und duftlose Farbenblümen gezogen werden sollen, die da/prangen, aber nicht ergötzen, die da glänzen, aber nicht mitzen; va chird geschliffen und polirt, aber in's Innere dringt Niemand, und den Sinn zu wecken für Großes und Heiliges, ist Niemand V MM!