Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 1 (1834)
- Issue
- 5 (5.1834)
- Date
- 1834-05-01
- Page
- Seite 144 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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1-i«/ 144 ü ben, welcher still und ruhig, entfernt von den Verhältnissen d es Lebens, friedlich und o h n e L e i d e n seine Tage verbringt, sondern nur durch Besiegung schwerer Leiden und Kämpfe, durch schmerzliche Aufopferung lockender Wünsche, durch Niederdrückung wühlender Leidenschasten erwirbt man sich daö Verdienst, die göttliche Lelfte recht zu verstehen und zu üben. Darum ist es aber auch der Trost derer, welche leiden- und in diesem Leiden sich als standhafte und gvttvertraute Männer erweisen, inimer näher der Lehre Gotte- U!nd Gott selbst zu kommen, und immer würdiger und inniger dieses erste herrliche Geschenk de- Herrn zu empfangen. Meine Freunde! viele leiden auf dieser Erde, viele mühen sich ab in diesem Leben, sie wissen nicht warum. Istes bloß, diesen Mund zu füllen, diesen Körper zu bekleiden, diese Sinne zu reizen? Ist es bloß, seine Jahre hinzubringl n iy Genüssen, für den Augenblick geschaffen , im Aügenbl ick vorüber? O, dann rinnen die Tropfen Schweißes vergebens von. eurer Stirn, ihr grabet nur schneller an einer Gruft für euren Leib, ihr verwandelt nur früher euer Haar in Graul Lasset ab! euer Mühen ist vergebens, euer euer Erwerb irdisch und schwindend. Nein! nür die arbeiten und leiden würdig und recht, die da arbeiten und leiden für die^ um die göttliche Lehre, nach der göttlichen Lehre, und gemäß der göttlichen Lehre; die da ihren Geist immer mehx^ erweitern und läutern, ihx Gemüth reinigen und veredlen, ihre Gefühle sanftetheiliger machen, die da immer mehr entfernen! die Schlacken der irdischen Lust , und ^der irdischen Begieroe aus ihrem Herzen, die sich immer mehr füllen mit dem Gedanken Gottes und dem Gedanken der Rechtlichkeit, der wahren Ehre und Frömmigkeit, nur diese mühen sich und leiden nicht ^ergebend. Kon bebändern Seite, meine Brüder, trifft es sich häufig, daß die Menschen, so lange P im Glücke sind, auf sich selbst vertrauen, ihrem Wohlgefallen nachgehen und hinschlendern ihre Tage ohne Werth, ohne Tugend, ohne Anhänglichkeit an Gott und seine ewige Lehre. Aber kommes die Stunde des Un-