Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 1 (1834)
- Issue
- 5 (5.1834)
- Date
- 1834-05-01
- Page
- Seite 138 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/7166791-7167198-8876008--0154-7166916- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
wie herrlich ftget der Talmud Gota doch: nvL ÄwSiehe, wie groß find die> dLreiff dsmüthig ist vM dem Herrn! Demü th ig sein vor dem Herrn, mitDemuth beten, mit sememHerzen beten — o öu / mrnMicheS-'Äuge, -daA < sich aufschlägt zum Herrn mit dem Glanze der Andacht, und einen Blick wirft in die Wolken des himmlischen Vaters, o ihr Lippen, über die leise und üngehört die Ü^orte der Andacht aus dem Herzen ziehen, ihr ftld; geheiligt, dem Hery, geheiligt; dich fleht der> Eder das Auge gchiliet, dich hört der, der das Ohr eiMeseht, der das Herz und die Nieren prüft, der die Gedanken des Menschen kennt, bevor fie sein Mund ausgesprochen, der vernimmt deine Sprache, denn du betest wahrhaft. Ruhe, Stille, Ordnung, Andacht, dies find die Zeicheü des wahren Beters, dessen Gebet wohlgefällig ist dem Herrn! Ruhe, Stille, Ordnung, Andacht müssen mit deinen Gebeten. sein, Israel, sollen fie dem Herrn wohlgefällig sein. NN2) NN2Ä 12NN ^Lasset eur lautes Rfihmrn un d Trotzen! heißt es in unstrm Texte weiter, (K.^. V.3.) das bringet kein Heil, keine Crhörung, keinen Ruhm bei Hott! Kommet oft, betet oft, aber mit dem Herzen , nicht mit dem Münde, Rühe, Stjlle, Ordnung, Andacht müssen euch begleiteg, wenn ihr kommet vor den Herrn! Und wie gelangen, rpir, fragen wir drittens, zu dieser Andacht, die still und leise aus dem Herzen über die Lippen gleitet? Auch dies beantwortet uns unser Text. Der Priester sagt zur Hanna: Entfern e d ein e T r u n k e n h e L t von dir! Also wenn du eintnttst, mein Bruder, meine Schwester, in dieses gottgeweihte Haus, dann entferne die Trunkenheit von dir. Welche Trunkenheit? Die Trunkenheit des gewöhnlichen Lebens, die Trunkenheit des Geschäftslebens. Hier ist der Ort, wo du deines Hauses, deines Geschäftes, deines irdischen Thun und Treibens tos und quitt werden sollst. Abgeworfen das Gewand des Tages, den Gedanken des Tages, das Werk des Tages. Hier soll kein Gespräch deS Lebensschlenhrians/ statt finden, hier soll mit Gott gesprochen werden, mit/der Majestät des Schöpfers,