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Jüdische Jugend · 1924-01-01 · 6 (1924) · p. Seite 110

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Journal
Jüdische Jugend
Volume
1 (1924-25) Tischri 5685
Issue
6 (1924)
Date
1924-01-01
Page
Seite 110 (sequence 19)
Language
German
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110 Jüdische Jugend Heft 5 Die zionistische Kulturgruppe XX. Seit 272 Jahren entfaltet die zionistische Kulturgruppe der Brigittenau auf allen Gebieten jüdischer, besonders zionistischer Arbeit, eine rege Tätigkeit. Vor allem wurden für „Keren Kajemeth" namhafte Beträge gesammelt. Auf kulturellem Gebiet ist vor allem die Tätigkeit des Herrn Professor Wilhelm Menkes hervorzuheben, der Im vergangenem Jahr in fesselnder Weise jüdische Geschichte und Literatur vortrug, aber auch über Enstehung und Bedeutung der Bibel und ihren Einfluß auf die Kultur aller Völker in einigen Vorträgen sprach. Besonderen Erfolg in erzieherischer Weise war den Feiern beschieden, die im Laufe des Jahres veranstaltet wurden. — In Diskussionsabenden wurden zionistische Probleme erörtert und so allen Mitgliedern Gelegenheit geboten, sich selbst über wichtige Fragen klar zu werden. Seit kurzer Zeit besteht eine von der Kulturgruppe ins Leben gerufene Kindergruppe, die derzeit bereits 80 Kinder des Bezirkes umfaßt. Es wäre also alles gut, die Entwicklung der Kulturgruppe würde sich mit Notwendigkeit vollziehen, wenn einige Leute der zionistischen Bezirkssektion XX ihr nicht Hindernisse in den Weg legten. Die Sektion besteht vorwiegend aus Leuten, von denen einige jedes zionistischen Ideals bar sind und eine geradezu sprichwörtlich gewordene Ignoranz in bezug aut den Zionismus zeigen. Die Jugend der Kulturgruppe sammelt, wie erwähnt wurde, für den „Keren Kajemeth" etc. Auszug aus dem letzten „Keren Kajemeht"-Ausweis: aufzubringendes Kontingent aufgebrachtes Kontingent Zionistische Bezirks-Sektion. . . 20,000.000 7,772.000 Kulturgruppe XX....... 15.000.000 15,529.000 Sie 'veranstaltete Vorträge und Feiern, um die indifferente Jugend dem Zionismus zu nähern, während die Sektion sich mit den Federn der Kulturgruppe zu schmücken gewillt ist. Bald sperrt die Sektion ohne jeden triftigen Grund das Lokal ab, so daß es uns oft nicht möglich ist. den angesagten Vortrag oder die Zusammenkunft abzuhalten. Diese Abhängigkeit wird und darf nicht mehr länger dauern, einigen Leuten der Sektion — die sich um den Zionismus keinen Pfifferling kümmern — muß ein für allemal das Handwerk gelegt werden, wir wollen keine Affäre entstehen lassen,, aber Scharfmacherei einiger Leute darf uns Jugend nicht in unserem idealen Streben hindern. Die Leute der Sektion mögen endlich vernünftig werden, wenn sie von der Jugend nicht verachtet sein wollen, denn unser <t zionistisches Ideal Ist mit der Jugend innigst verbunden. Josef Schwager. -t y\ Wichtig zu beachten! Die Buchhandlung T u c h n e r (siehe Annonce) hat sich bereit erklärt, von Käufen, die unter Berufung auf diese Annonce oo gemacht werden, 10% dem „Keren Kajemeth" zuzuführen. Ihr habt also Gelegenheit, den Bodenbesitz des jüdischen Volkes in Palästina zu ver- <\i größern, ohne daß es euch Mühe oder Kosten macht. Wir hoffen, in nächster Zeit euch noch eine Reihe von Firmen nennen zu können. Kauft selbst bei tdiesen und veranlaßt eure Eltern und Freunde hierzu. „Keren Kajemeth Lejesrael" (Jüdischer Nationalfond) I. Kärntnerstraße 28. 7J , .* c\ o u m r r n , n U 4-1 /^b , b -.-<>■<

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