... Verwaltungsbericht des Haupt-Grenz-Comité's zu Königsberg i. Pr. für Beseitigung der Nothstände unter den Israeliten West-Rußlands
- Journal
- ... Verwaltungsbericht des Haupt-Grenz-Comité's zu Königsberg i. Pr. für Beseitigung der Nothstände unter den Israeliten West-Rußlands
- Volume
- Erstes Semester 1870
- Date
- 1870-01-01
- Page
- Seite 20 (sequence 21)
- Language
- German
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…/700673-10021304--23-700695- Visual Library
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20 Frau Wittwe Ascher in Naugard, . - Henriette Meyer in Prenzlau, Frauenverein, in Hayen (durch Hrn. Lehrer Oswald), Herrn M. König in Felsberg, - Samuel Wassermann in Bamberg, Frau Rosalie Berlin in Birnbaum, welche in Folge eines Aufrufes unserem Sub-Comite in Memel eine beträchtliche Anzahl von diversen Kleidungsstücken überwiesen haben. Wir bemerken nur noch, daß nach den bisherigen Ergebnissen sich die Ausgaben für einen einzelnen Auswandrer nach den vereinigten Staaten, einschließlich etwaiger Bekleidung und Zehrgeldes hier und für die Reise durchschnittlich auf 40 Thaler (per Segelschiff) und 50 Thaler (per Dampfschiff), belaufen; letztere Beförderungsart stellt sich im Sommer, wo wir Seitens der Schifffahrtsgesellschaften nicht dieselbe Vergünstigung genießen, etwas höher. Die Ausgaben für einen erwachsenen Auswanderer nach Schweden und England betragen 10 bis 12 Thlr. Die Unterhaltung eines Handwerkslehrling kostet durchschnittlich incl. Kleidung, Wäsche und Lehrgeld über 100 Thlr. jährlich. Die Ausrüstung einschließlich der Verpflegung bis zur Reise eines zu adoptirenden Waisenkindes verursacht in der Regel 12 Thlr. Kosten; hierzu treten die Reisegelder, die gleichfalls von uns getragen werden müssen, und je nach der Entfernung sich sehr beträchtlich erweisen. Aus Vorstehendem ergiebt sich mit Nothwendigkeit, daß, wenn das so glücklich begonnene Werk, dem bereits Hunderte von Menschen ihre Rettung verdanken, und ans welches gegenwärtig schon seit Monaten die letzten Hoffnungen von mehr als fünf. Tausend Menschen gesetzt sind, nicht unterbrochen werden soll, wir nunmehr auf das Eindringlichste an den öffentlichen Wohlthätigkeitssinn appelliren müssen.