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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1915-01-01 · 38. für das Schlujahr 1914-1915 (1915) · p. Seite 52

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
38. für das Schlujahr 1914-1915 (1915)
Date
1915-01-01
Page
Seite 52 (sequence 57)
Language
German
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IRI
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52 Asafs Quellen* zenkunde benützt, ließ sich aber von ihm durchaus nicht in dem Maaße beeinflußen, daß ihm die Augen für andere Quellen, welche vielleicht gerade die kritischen Nachprüfungen der Dioskuridischen Angaben :und die eigenen Erfahrungen waren, verschlossen geblieben wären. Hat aber ein griechischer Dioskurides, oder ein syrischer dem Asaf Vorgelegen? Hat Asaf vor dem Aufblühen der Wissenschaft bei den Arabern im siebenten Jahrhundert gelebt, so ist es ausgeschlossen, daß er eine syrische Vorlage gehabt hätte; erscheint aber unsere Beweisführung über das hohe Alter des Asaf-Buches (oben p. 32) nicht ganz überzeugend, so ist die Annahme doch nicht von der Hand zu weisen, daß er den griechischen Originaltext zur Grundlage seines Studiums genommen hat. Die Beweise, welche die Transskription der griechischen Wörter für die Vortragsweise Entstehung unseres Asaf-Buches liefert, entscheiden auch diese Frage. Hätte Asaf nur den syrischen D. gekannt, so wäre es nicht möglich, daß er die Worte apt<7T0X0£ta, [xala./Yi (meluchia), ^zXiäoviov der neugriechischen Aussprache entsprechend mit ש für das % umgeschrieben hätte, und nicht mit D, wie es die Syrer getan haben. Die unbedingt zuverlässigen Auszüge aus den syrischen Glossographen Bar Ali und Bar Bahlul in Löws Ar. Pflanzennamen beweisen, daß auch der älteste syrische Übersetzer, Honein ben Ishak nicht nach der neugriechischen Aussprache umgeschrieben hat (pp. 219, 251, 280.) Hätte Asaf nur einen syrischen D. gekannt, so hätte er die griechischen Wörter <7^tv 0;, (ncopStov, dTpouihov, <rrpuxvov gewiß nicht mit dem elif prosthetikon, — welches übrigens bei den Syrern immer nur ein א, hingegen bei Asaf immer אי ist, — geschrieben, sondern so wie sie dem Wortlaut genau entsprechend bei Bar Bahlul angeführt werden : סקורדיון ,סכינוס ,סטרוכנון,סטרותיון, (pp. 70, 393, 305, 296). Hier sei nur auf dieses Wenige hingewiesen, wir behalten uns aber vor, auf eine Vergleichung mit den Angaben Bar Bahluls anderwärts näher einzugehen und Beweise für die Möglichkeit zu liefern, daß unser Asaf-Buch den syrischen Übersetzern Vorgelegen hat.

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