Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- 38. für das Schlujahr 1914-1915 (1915)
- Date
- 1915-01-01
- Page
- Seite 13 (sequence 18)
- Language
- German
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um dem Gewinst zuzuneigen, det Etsch Zufällen würde, so־ Ihr dem auf eine unschuldige Seele Lauerer Hilfe leistet* oder für wen immer Gift mischet, um ihn zu töten, auch sollt Ihr Niemandem kundgeben, welche Pflanzen giftig sind, ferner sollt Ihr solche Niemandem übergeben und Euch von Niemandem überreden lassen, einem Menschen auf irgendwelche Weise Krankheit zuzuführen; ferner hütet Euch wohl an den Menschen Leibesfehler zu verursachen, und greifet nicht zu schnell zum Eisengerät (Messer), um ins Fleisch zu schneiden, seid auch nicht sofort beim Schröpfen, nur wenn Ihr zweimal, dreimal gründlich untersucht habet, dann erst sollt Ihr es wohl überlegen. Ferner achtet darauf, daß der Geist des Stolzes Euch nicht überkomme, und daß Ihr nicht rachgierig Haß kranken Menschen nachtraget, und seid in Eurem Sprechen immer aufrichtig und wahrhaftig, dann werdet Ihr in Gottes Augen Gunst finden und bei den Menschen als ehrliche, vertrauenswürdige und aufrichtige Ärzte gelten♦“ ״So haben Asaf und Jochanan ihre Schüler ermahnt und auch beeidet.“ Mit dieser an eine feierliche Promotion erinnernden Ansprache und Beeidung findet das Buch seinen natürlichen Abschluß, und es ist, — von wenigen, oben bezeichneten Stellen, welche eine kleine Verschiebung erlitten haben, abgesehen — im Ganzen einheitlich und systematisch aufgebaut• Die HS. selbst hat aber noch eine Fortsetzung; zwar nicht von derselben Hand geschrieben, aber in der Ausdrucksweise mit dem eigentlichen Asaf-Buch übereinstimmend folgt wiederum ein neues Antidotarium gegen alle möglichen Krankheiten; ferner eine Zusammenstellung verschiedener Heilmittel, welche an Kraft und Wirkung einander gleichkommen und somit einander vertreten können, denn ״nachdem nicht alle Heilmittel überall anzutreffen sind, so haben die Arzte die Wurzeln und Kräuter auf ihre Kräfte hin untersucht, sie mit einander verglichen, ihre Wirkung erprobt, um das eine Mittel statt des andern anwenden zu können, damit die Heilung nicht aufgehalten werde“ (394 — 395)-