Mannheim
Compact Memory

Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1915-01-01 · 38. für das Schlujahr 1914-1915 (1915) · p. Seite 9

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
38. für das Schlujahr 1914-1915 (1915)
Date
1915-01-01
Page
Seite 9 (sequence 14)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
95% known words query
IRI
…/3122061-3122138--5959-6603552
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Das Asaf-Btfch• 9 gefolgt waten, und dort vom wissenschaftsfreundlichen König unterstützt. Schulen gegründet und die Werke des Hippokrates, Dioskurides und Galen (in der Einleitung in dieser richtigen geschichtlichen Reihenfolge erwähnt) nach Mesopotamien verpflanzt haben. Nicht zu übersehen ist in der Einleitung auch der Umstand, daß A. nur von indischen, makedonischen, syrischen und ägyptischen Ärzten spricht; die Araber spielten damals noch keine Rolle und kamen darum nicht in Betracht. Das uns vorliegende Asafbuch ist, wie wir noch sehen werden, die Aufzeichnung eines fleißigen Schülers der Medizin, ein Kollegienheft, in welches der gelehrige Schüler die einleitende Vorlesung des Lehrers, der einen geschichtlichen Überblick von der Entwickelung der medizinischen Wissenschaft gab, nach eigenem Verständnis der mythischen Urzeit niedergeschrieben und aus Hochachtung für den Lehrer auch dessen Namen in die Reihe jener Weisen gestellt, — allerdings Asaf an zweite Stelle, weil Hippokrates infolge des Alters und der Bedeutung doch viel zu hoch stand, oder wurde er hiezu vielleicht nur durch die alphabetische Folge der Namen jener Autoritäten bestimmt [— אסף — איפוקרט גליינוס — דיסקרדיוס] — welche die medizinische Wissenschaft auf jene Höhe emporgehoben haben? Nach dieser geschichtlichen Einleitung beginnt Asaf seine Vorträge mit der Voransetzung jener Hauptthese, die unzähligemal wiederholt und als Grundlage allen medizinischen Wissens immer und immer wieder ins Gedächtnis gerufen wird, daß der menschliche Körper, entsprechend den vier Urelementen der Schöpfung: Feuer, Wasser, Luft und Erde, aus warmem, kaltem, feuchtem und trockenem Elemente zusammengesetzt ist, von deren harmonischer Mischung die Gesundheit abhängt, und übergeht sofort auf die Behandlung der menschlichen Anatomie (3). Da wird zuerst die Knochenlehre vorgetragen (4), darauf folgt die Erörterung der Blut- Zirkulation (5), sodann spricht er vom Gehirn, von der Leber, der Milz, der Galle, vom Herzen und von den Nieren (6—8). Nach kurzen Auseinandersetzungen, welche eher die P hy-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.