Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- 39. für das Schlujahr 1915-1916 (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- Seite 82 (sequence 27)
- Language
- German
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82 Asafs Physiologie. gibt dem Körper eine Widerstandskraft gegen Vergiftung und gegen ansteckende Krankheiten, kräftigt das Herz, drückt den Schleim nieder, macht den Körper fett und ist für den Unterleib vorteilhaft; auch die saure Milch solcher Kühe ist gut für das Herz, sie vertreibt die Beklemmung und kräftigt den Bauch. Stutenmilch nützt sehr gegen Krankheiten der Leber und der Nieren, sie ist auch leicht, denn sie hat keine Butter und kein Fett; überhaupt kann aus der Milch solcher Tiere, die keine gespaltene Klauen haben und nicht Wiederkäuer sind, keine Butter gewonnen werden. Frühere Weisen lehrten, daß Hundemilch gegen Verrücktheit und heftige Kopfschmerzen wohl tut, und daß sie Abortus bewirkt [pp. 29 — 32]. Die verschiedenen Fleischarten sind auch in ihrer Nährkraft verschiedenartig. Die frischen Fische sind schwer für die Gedärme, aber sie munden angenehm, machen den Körper üppig und vermehren den Schleim. Die gesalzenen Fische sind für den Körper schadhaft sie erregen Winde, schaden den Gedärmen, verdunkeln das Auge, erregen die Galle, verursachen Husten und sind den an Diarrhoe und Dysenterie Leidenden nachteilig. Die getrockneten Fische sind auch schadhaft, aber nicht in dem Maße, wie die gesalzenen. Am leichtesten zu verdauen ist das Fleisch solcher Fische, welche keine Schuppen haben. Was das Fleisch der Geflügel anbelangt, so ist zu beachten, daß das Fleisch der Wasservögel anfangs leicht, aber nachher schwer ist, es erregt die schwarze Galle, vermehrt die Winde und den Schleim und verursacht Beschwerden im Unterleib. Das beste und angenehmste ist das Fleisch der Haus vögel, wie das der Hühner, es ist leicht, weder kühlend noch erwärmend; unter diesen jedoch ist das Fleisch jener Hausvögel das gesündeste, welche sich selbst nähren und nicht durch Menschenhand gestopft werden; diese sind für den Körper viel schwerer. Unter den Vierfüßlern ist das Fleisch der Widder, der Schafe und der Lämmer erwärmend, feucht und leicht; das Fleisch der Ziegen ist weniger erwärmend, als das der Schafe, ist auch trockener und deshalb schwer für die Gedärme; das Fleisch der Rinder