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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1916-01-01 · 39. für das Schlujahr 1915-1916 (1916) · p. Seite 74

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
39. für das Schlujahr 1915-1916 (1916)
Date
1916-01-01
Page
Seite 74 (sequence 19)
Language
German
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IRI
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74 Asafs Physiologie. bewirken den Samenerguß die durch Blut beherrschten Organe, wodurch Wärme und Feuchtigkeit den Charakter des Samens bilden, infolgedessen im entstehenden Körper das ganze Leben hindurch eine Disposition zu solchen Krankheiten vorhanden sein wird, deren Erreger die überwiegende Wärme und Feuchtigkeit ist. Geschieht die Empfängnis zwischen 10 und 12 Uhr des Tages oder der Nacht, wo im Menschen die rote Galle vorherrscht, so werden durch den Samen in den entstehenden Körper die Folgen der überwiegenden Galle als Krankheitserreger übertragen. In den Stunden zwischen 1 und 3 Uhr {st die schwarze Galle im Menschen vorherrschend, der Samenerguß geschieht unter der‘Wirkung ihres Vorranges, daher wird auch in dem entstehenden Körper stets die den Charakter des Samens bildende schwarze Galle der Krankheitserreger sein. Geschieht endlich die Empfängnis zwischen 4 und 6 Uhr, wo das Phlegma im Menschen überwiegt und daher auch auf den sich ergießenden Samen seinen Charakter überträgt, so wird im Körper zu jeder Zeit eine Disposition zu den durch das Phlegma verursachten Krankheiten erkennbar sein [pp. 9—11]. Das Phlegma beherrscht den Körper von der Höhe, vom Gehirn aus, und von da zieht es durch die Wirbelsäule bis zum Os sacrum und in die Rippen, aus welchen es sich in die Brusthöhle verteilt, und weil das Phlegma aus dem Gehirn entsteht, darum hat es auch die Übermacht über die drei anderen Elemente [p. 23]. Denn der Sitz der Vernunft ist im Gehirn, welches von der Lebensseele genährt wird,1) die aus ihrem Sitz, aus dem Herzen, durch die Adern in den ganzen Körper überall hingeführt wird, indem sie vorerst aus dem Herzen ins Gehirn hinauf und von dort aus in die untersten Teile des Körpers geleitet wird2) [p. 11]. *) Asaf hat nur den Ausdruck נפש, worunter er gewiß die animalische Kraft versteht, deren Sitz nach Aristoteles und den arabischen Aristotelikern und auch nach Galen im Herzen ist. Siehe Dieterici, Die Anthropologie der Araber, p. 8. Avicenna, Kanon I. 6. 1. *) p. 11: הלב הלא מקור הנפש משם תעלה הנפש אל חדרי המלח אשר בראש ומשם תרד אל חדריה אשר בתחתית הניןו. — p. 4: הלב שם חזקת

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