Rechenschafts-Bericht
- Journal
- Rechenschafts-Bericht
- Volume
- Zehnter Rechenschaftsbericht für das Verwaltungsjahr 1874 (1875)
- Date
- 1875-01-01
- Page
- Seite 4 (sequence 6)
- Language
- German
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— 4 — verzichten zu können, so thnet es um der Ehre des Standes, tun des Wohles der Gesainmtheit willen! Aber auch Ihr Gemeinden möget hegreifen, dass das, was Ihr Euern Lehrern und Babbinen thuet, Euch seihst zu Gute kommt. Indem Ihr denselben die Hilfe unseres Vereins sichert, erleichtert Ihr ihnen und Euch die Sorgen für Gegenwart und Zukunft. ' Mehret darum die Zahl der Ehrenmitglieder und gedenket unseres Vereins mit Euren Spenden in Zeiten, wo der edle und fromme Sinn treibt, Gutes zu wirken, wo das Herz gestimmt ist, Anderen wohl zu thun, weil uns Leid betroffen, oder Freude zu tragen in fremde Kreise, weil auch Freude in unserem eigenen erblühte. Mit Hilfe der uns zugewendeten Geschenke waren wir bei Beginn dieses Jahres im Stande, unter 30 Unterstützungsbedürftige (theils Familien, theils alleinstehende Personen, sowie Wittwen und Waisen) 4608 Mark (fl. 2688) in 36 Theilen zu je 128 Mark zu vertheilen, nachdem wir noch im Laufe des verflossenen Jahres fl. 257 aus dem Reservefond verabreicht hatten. Die näheren und einzelnen Angaben sind aus den beigefügten Anlagen ersichtlich. Indem wir schliesslich Allen danken, welche unserem Vereine bisher Wohlwollen bewiesen haben, hegen wir vertrauensvoll die Hoffnung, dass sie demselben dieses auch in Zukunft bewahren und mit uns für dessen wachsendes Gedeihen fortwirken werden. Bei Abfassung dieses Berichtes trifft uns die Schmerzenskunde von dem am 22. d. M. plötzlich erfolgten Hinscheiden unseres wackeren langjährigen Mitgliedes Herrn Gustav Dann. Wenn auch der Verstorbene nicht der Verwaltung angehörte, so war er doch viele Jahre hindurch in Vertretung des Cassiers mit unermüdlichster Thätigkeit u. treuester Hingebung für das Jnteresse unseres Vereins bedacht, flu' den er mit hebevollster Gesimiung u. einer dem edelsten Herzen entspringenden Menschenfreundlichkeit rastlos wirkte. Von diesem herben Verluste fühlt sich die Verwaltung schwer betroffen! — Das Andenken an den Entschlafenen wird nie in uns erlöschen. Frankfurt a. M., im Februar 1875. Die Verwaltung: Adolf Teblee, Lehrer a. d. Realschule der isr. Gern, in Frankfurt a. M., erster Vorsitzender. Aug ust Rothschild in Frankfurt a. M., zweiterVorsitzender. Julius Philipp Bonn in Frankfurt a. M., Schriftführer. Leopold Dann in Frankfurt a. M., Cassier. Adolf Baer in Frankfurt a. M., Gegenschreiber. Philipp Schiff in Frankfurt a. M. Dr, Rothschild, Eabbiner in Akei. «F. Klingens teilt, Lehrer in Oberingelheim. Karl Marx, Lehrer in Alsheim,