Rechenschafts-Bericht
- Journal
- Rechenschafts-Bericht
- Volume
- Vierundvierzigster Rechenschafts-Bericht für das Jahr 1908. (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 5 (sequence 8)
- Language
- German
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— 5 - Die Zahl unserer Ehrenmitglieder hat sich von 1270 im Vorjahre auf 1335 gehoben, die unserer lebenslänglichen Ehrenmitglieder hat sich um 9 vermehrt. Wir verdanken diesen höchst erfreulichen Zuwachs den Bemühungen unserer Vorstands- Mitglieder, sowie des Herrn Samson Eothschild in Worms, der in rühmenswerter Weise für uns gewirkt hat. Wenn wir somit ein lebhaftes Interesse für unsere Zwecke in weiten Kreisen wahrnehmen, so können wir doch nicht umhin mit Bedauern darauf hinzuweisen, dass in vielen Teilen unseres Vaterlandes unsere Bestrebungen nicht hinlänglich gewürdigt werden. Als ein direktes Missverhältids müssen wir es empfinden, wenn wir die Höhe der gewährten Unterstützungen in der Provinz Hannover, in den Bheinlanden, in Westfalen, ja selbst in Berlin mit der äusserst geringen Zahl der Ehren-Mitglieder vergleichen, die uns in diesen Gegenden angehören. Wir möchten deshalb unsere begüterten Glaubensgenossen, besonders aber auch die Synagogen-Gemeinden selbst herzlich und dringend bitten, unserem Verein als Ehren-Mitglieder beizutreten. Auch unsere aktiven Mitglieder bitten wir für unsere Ziele einzutreten; ihnen in erster Linie sollte es eine Herzenspflicht sein, für uns zu wirken. Demi nur wenn dies geschieht, sehen wir uns in die Möglichkeit versetzt, die Quoten reichlicher fliessen zu lassen. Die Zahl der von der „Aehawa" im verflossenen Jahre unterstützten Pensionäre betrug 123 gegen 117 im Vorjahre. Es sind dies 9 alleinstehende, dienstunfähige Lehrer, 36 Lehrer mit grösserer oder kleinerer Familie, 70 alleinstehende Witwen, 6 Witwen mit unmündigen Kindern, sowie (als zwei Nummern aufgeführt) 5 Waisen. Der Reserve Fondj, den wir für besonders dringliche Unterstützungs-Fälle bereit stellen, wurde 23 mal in Anspruch genommen; auch der Spezial-Reserve-Fond, der für Angehörige früherer aktiver Mitglieder zu wirken bestimmt ist, konnte des öfteren zur Linderung in Notlagen beitragen. Die Summe der diesmaligen Jahresunterstützungen beträgt Mk. 27,495.— in Teilen zu Mk. 188.—. Mit Hinzurechnung der aus beiden Eeserve-Fonds bewilligten aussergewöhnlichen l^nterstützungen im Betrage von Mk. 1648.75 ergibt sich für