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Rechenschafts-Bericht · 1906-01-01 · Einundvierzigster Rechenschafts-Bericht für das Jahr 1905. (1906) · p. Seite 6

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Journal
Rechenschafts-Bericht
Volume
Einundvierzigster Rechenschafts-Bericht für das Jahr 1905. (1906)
Date
1906-01-01
Page
Seite 6 (sequence 8)
Language
German
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IRI
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— 6 — Nun noch einige Worte zur Gewinnung neuer Freunde, deren wir selir dringend bedürf en, da wir jährlich eine Anzahl unserer ältesten Ehrenmitglieder durch den Tod,verlieren. — Was unser Verein „Aehawa (Bruderliebe)" eigentlich will, das ist: Den israelitischen Lehrerstand ohne Unterschied seiner religiösen Parteirichtung durch eine feste Stütze und wohlwollende Fürsorge, vornehmlich in der Gewährung einer sicheren allmählig steigenden Pension zu heften^ ihn dadurch in seinem Berufe zu kräftigen, damit er nicht durch die Sorge um seine eigene Zukunft und die seiner Angehörigen — zum Nachteil der Israelitischen Jugend — entmutigt und gebeugt werde. — Weniger wichtig dürfte in Zukunft der früher noch als ein sehr notwendig betrachteter Teil unserer Aufgabe: „Die Verabreichung von ausserordentlichen Unterstützungen aus einem hierfür jährlieh ausgeworfenen Beservefond" zu beurteilen sein, weil solcher bei den jetzt ganz veränderten Grehaltsverhäitnissen — gegenüber den vor 40 Jahren — in vielen Fällen sich nicht allein als überflüssig, sondern häufig sogar als sehr entwürdigend für den Lehrerstand erwiesen hat. — Dagegen wollen wir als eine „durch Wohltätigkeit aufgebaute Versicherungs- Anstalt", wie das Kaiserliche Aufsichtsamt für Privatversicherung die Achawa nennt, unsere ganze Kraft auf die Gewährung einer der Jetztzeit entsprechenden höheren Jahresr pension zu konzentriren und all unsere Mittel lediglich hierfür nach statutarischer Vorschrift zu verwenden suchen. — Wir werden hierdurch nicht allein den fürsorglichen, sondern auch einen nicht zu unterschätzenden ethischen Zweck für unsere Schutzbefohlenen befolgen. Sehr zu bedauern bleibt es daher bei solch wohlwollendem Plane, dass wir in verschiedenen Provinzen und grossen Städten, wohin wir jährlich bedeutende Unterstützungen senden, gar keine oder nur sehr wenige Ehrenmitglieder haben. Gar oft haben wir uns schon über diese Anomalie ausgesprochen und vergebens haben wir bisher an den Gerechtigkeitssinn der betr. Gemeinden appelliert.—Es muss daher baldigst Abhülfe geschaffen

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