Rechenschafts-Bericht
- Journal
- Rechenschafts-Bericht
- Volume
- Siebenunddreissigster Rechenschafts-Bericht für das Jahr 1901. (1902)
- Date
- 1902-01-01
- Page
- Seite 7 (sequence 8)
- Language
- German
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Heinrich Frei in München für seine unermüdliche und erfolgreiche Thätigkeit schulden, sprechen wir besonders Herrn Lehrer Emil Gabriel in Offenbach unsere Anerkennung dafür aus, dass infolge seiner regen Wirksamkeit die Zahl der Ehrenmitglieder in der kleinen hessischen Stadt bedeutend gestiegen ist. —. Andererseits müssen wir aber wiederholt unserm lebhaften Bedauern Ausdruck geben, dass in grossen wohlhabenden und auch opferfreudigen israelitischeu Gemeinden für die Zwecke der Achawa sehr wenig geschieht- — Dies trifft bedauerlicherweise besonders für Städte wie Hamburg, Hannover, Magdeburg, Köln, Karlsruhe, Mannheim nnd Darmstadt zu und es ist dies um so auffallender und betrübender, als diese Städte für sich oder ihre Provinz den Pensionsfond der Achawa erheblich in Anspruch nehmen. — Wenn wir an dem Beispiele in München und in Offenbach nun sehen, was ein geachteter Lehrer in seiner Gemeinde für eine gute Sache erwirken kann, so müssen wir mit aller Entschiedenheit auch die Ansicht als unberechtigt zurückweisen, dass sich mancher Lehrer scheut, andere zu Beiträgen für die Achawa anzuregen, weil es ihm angeblich widerstrebe, für die eigene Sache zu sammeln; — es ist aber im Gegenteil durchaus nicht lediglich seine eigene Sache, sondern es ist die Sache der gesamten Lehrer und sämtlicher Gemeinden, — ja es ist sogar eine heilige Sache des ganzen jüdischen Gemeinwesens, für welches jeder einzelne in seinem Wirkungskreise zu arbeiten verpflichtet ist! — Unsere wiederholte Bitte an die Vorstände der israelitischen Gemeinden ist leider mit wenigen Ausnahmen ohne Erfolg geblieben. Viele von ihnen beschränken ihr Interesse an der Achawa darauf, entweder ihre Lehrer zu veranlassen, dem Vereine als actives Mitglied beizutreten oder Hilfsgesuche von ihren Lehrern an uns warm zu befürworten. — In beiden Eällen legen sie uns nur Lasten auf, die sie unbedingt mittragen sollten, denn selbst die kleinste Gemeinde vermag einen Beitrag von wenigstens Mk. 6.— pro Jahr, der doch den Erziehern ihrer Jugend zu gute kommt, wohl zu leisten. — Hierfür sollten unsere activen Mitglieder mit allem Eifer eintreten, denn die Achawa ist nicht eine ausschliessliche Unterstützungs-Anstalt der Lehrer, sondern es handeln die Gemeinden in ihrem eigenen Interesse,