Blätter
- Journal
- Blätter
- Volume
- 3 (1917)
- Issue
- 9 (10.1917)
- Date
- 1917-10-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/6467833-9641082-9641092--0395-6468427- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
- Z - werden. Dazu sind die ausnahmsweise großen Geldmittel erforderlich, um die wir bitten; sie sind unschwer zu erlang ׳en, wenn nur viele Schultern sich zum Tragen der Last neigen, wenn nur die Agudo-Mitglieder nach ihrem wirklichen Können beitragen. In der überwiegenden Mehrheit werden sie sich dazu bereit finden, wenn die Leiter an ihren Orten in zweckdienlicher Art dazu auffordern. Lassen Sie uns in diesem einzigartigen Fall, wo die gewichtigsten, ernstesten Gesamtheitsinteressen auf dem Spiele stehen, nicht eine Fehlbitte tun! — Auch an die einzelnen Mitglieder, die beim Eintreffen dieser Zeilen no chnicht gezeichnet haben, richten wir die warme Bitte um höchstmögliche Beteiligung, und alle, alle, insbesondere auch unsere jungen Freunde, bitten wir dringend und innig: Werbet S u m m e n und Sümmchen f ü r das große A g u d o - W e r k i m O st v n! Es mutz sein! Halberstadt, Ende Tischri 5678. Gruppenvcrband der Agudas Jisroel in Deutschland. Postscheck-Konto Nr. 18601 Berlin. §י4 m בראשית und unsere Aufgabe. Eine Midraschbetrachtung v. 8tuä. med. Markus Seckbach-Halberstadt. Wieder stehen ivir an der Schwelle eines neuen Jahres, wieder einmal rollen wir das erste Blatt unserer Thora auf, um gestärktere Gottvertrauens voll in eine neue bisher noch in Dunkel gehüllte Epoche unseres jüdischen Lebens einzutreten. Heute wollen wir einmal nicht so sehr von der Bedeutung und Wichtigkeit der Thora im Ganzen sprechen, sondern uns vorerst nur einmal mit ihrem ersten Worte beschäftigen. "בראשית“, dieses Wort legen unsere Weisen כ״ל in dem Sinne Sinne aus, als wenn es heißen würde: בשביל ראשית, das heißt Wegen eines Gegenstandes von vorzüglicher Wichtigkeit schuf Gott den Himmel und die Erde. Der Midrasch deutet diese Auslegung in Bezug auf vier verschiedene Objekte, denen das Epithon ״Rsschis“ beigelegt wird: bischwil tkaurok schenikro reischis, bischwil Jisroel sclienikro reiscliis, bisckwil ckalloh sclienikro reischis, bischwil bikkurim sckenikru reischis also: wegen der Thora, Israels wegen, wegen der vorschriftsmäßig zu bringenden Erstlingsfrüchte und wegen der vom Teige abzusondernden Challoh hat Gott die Welt erschaffen Dieser Ausspruch unserer Weisen mag uns Wohl auf den ersten Blick hin unklar erscheinen, besonders wenn wir die beiden lctztgenannten Gründe in Betracht ziehen, doch wollen wir uns heute den inneren Zusammenhang der vier genannten Dinge mit dem Zwecke der Weltschöpfung klar zu machen versuchen.