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Blätter · 1917-08-01 · 7 (8.1917) · p. Seite 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blätter
Volume
3 (1917)
Issue
7 (8.1917)
Date
1917-08-01
Page
Seite 14 (sequence 14)
Language
German
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gelangte zu der Ansicht, daß ״der Tnufzcttel das Entreebillet zur europatschen Kultur ist". Heine ließ׳ sich taufen. Kaum geschehen, reut ihn seine Tat. Er geht in den Tempel und läßt sich seine Schmach ins Gesicht sagen. Noch größer war seine Reue, als er erkannte, daß ihm dieser Schritt keinerlei Vorteile, sondern die Verachtung von Juden und Christen eiutrug. In seinen Lazarusliedcr» finden wir folgendes: O des heilg'cn Jugendmutcs! O wie schnell bist du gebändigt Und du hast dich, kühlern Blutes, Mit dem lieben Herrn verständigt. Und du bist zu Kreuz gekrochen, Zu dein Kreuz, das du verachtest, Das du noch vor wenig Wochen In den Staub zu treten dachtest. O das tut das viele Lesen Jener Schlegel, Haller, Burke — Gestern noch ein Held gewesen, Ist man heute schon ein Schurke. Gewiß, Heine empfand über seine Taufe Neue. Dies geht aus zahlreichen Aeußcrungen hervor. Aber diese Reue galt nicht dem Aufopfern seiner angestammten Religion, sondern sie entstammte der Selbst- Verachtung, die ihm dieser Schritt eintrug. Der eigentliche Uebertritt machte ihm weniger Kopfzerbrechen, da er ״als Dichter weit leichter als ein anderer Sterblicher der positiven Glaubensdogmen entbehren kann". ״Ich schwärme weder für ein Dogma noch für irgend einen Kultus außerordentlich." Dies sind seine eignen Worte. Der Protestantismus bedeutete für ihn gerade so wenig wie das Judentum. (Forts, folgt). Roldi - Mdionoh ׳ Gratulationen können durch Veröffentlichnng in unseren ״Blättern" abgelöst werden: Propaganda-Fonds Erez-Jisroel- Fonds Bausteine für Waisenhäuser Thora-Fonds Beiträge für Galizien und Polen. Spenden sind bis spätestens 8. September auf Postscheckkonto: Gruppenverband der Agudas Jisroel, Halberstadt, Nr. 18901 Berlin einzusenden. 1.) 2-) 3.) 4-) 5.)

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