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Blätter · 1916-08-01 · 6 (8.1916) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blätter
Volume
2 (1916)
Issue
6 (8.1916)
Date
1916-08-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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Die Bibel ist wie ein Spiegel, in den Millionen schauen können, um ihr eigenes Bild zurückzuerhalten. Für jede Zeit und!für alle Lebens- Verhältnisse finden wir in ihr Ratj und Aufschluß, Trost und Aufmunterung, wir das ist ein jeder, welchen Alters und welchen Berufes er sei, in welcher Lage immer er sich befinden mag. Das haben wir Bekenner des Ewig - Einzigen zur Genüge zu unserm Heil und Segen erfahren. Darum freuen wir uns des Wandels in der Anschauung, die sich auch außerhalb unserer Reihen über den Wert und die Bedeutung der hl. Schrift gerade jetzt bemerkbar macht. Unser ״Buch", von dem wir es immer wußten, daß es jederzeit modern ist, erscheint jauch den anderen als zeitgemäß und als ein Quell von Anregungen und Tröstungen in dem Drängen und Toben unserer Tage. Man hat jetzt allenthalben durch die Not der Stunde gewissermaßen das Organ gewonnen, um unsere Bibel zu verstehen und zu erfassen und erkennt nun, welcher Schatz in ihr tief verborgen liegt,^ den.man nur zu heben braucht, um sich seines großen Segens bewußt zu werden. Zurück zur Bibel! Das stst die Losung geworden, die, wenn auch nicht immer ausgesprochen, doch sehr vielen in dem gewaltigen Erlebnis unserer Zeit als eine Bereicherung!ihrer Er- Kenntnis gilt. Wir können da am allerwenigsten gleichgiltig bleiben, wir beschränken uns daher nicht auf die allgemeinen Eindrücke und jEmpfindüngen, die da in uns ausgelöst werden, wir suchen fast in jedem Bibelwarte eine Beziehung zu dem, was unseren ganzen inneren Menschen so bedeutsam erfaßt. Und wir finden jene, ohne etwa sie gewaltsam in die Thora hinein zu interpretieren. Sie ergibt sich uns mit voller Notwendigkeit und Klarheit, und 8uk specie aeterni, unter dem Spiegel des Ewigkeitsbuches wird uns da die Last gemildert und!jede Hoffnung gestärkt, es ist uns, als ob alles bereits als Wille der Vorsehung seit Iahrtausenden bestimmt worden ist. Wir suchen die Beispiele nicht für unseren Zweck besonders aus, wir wählen sie so, wie sie sich uns gerade darbieten. Wir lasen aus dem Bibelbuch das Kapitel von der Landesanweisung für die 21/״ Stämme Rüben, ©ab und Manasse. Was besagt uns nicht alles in unseren Tagen das Wort, das Moses in seiner großen Fürsorge für die Allgemeinheit den Vertretern jener Stämme zuruft; ״Eure Brüder sollen in den Krieg ziehen, und ihr wollt hier ruhig sitzen?" Nicht ein jeder hat die Kraft, mit seinem Leben und seinem Blute den Feind abzuwehren. Aber auch daheim gibt es Aufgaben zu erfüllen, die nur durch den Gemeinfinn aller durchgeführt werden können. Dazu spornt nun unser Wort einen jeden an, der ihm Ohr und Herz öffnet- Wir lasen wiederholt

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