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Blätter · 1916-05-01 · 5 (5.1916) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blätter
Volume
2 (1916)
Issue
5 (5.1916)
Date
1916-05-01
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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14 Jos. Bamberger / Gesetz und Natur. Gesetz und Natur. Von Josef Bombergcr, Frankfurt a. M- Die Entgegennahme des jüdischen Gesetzes, dessen Geburtstag wir mit dem Schowuothfeste begehen, bildete die Krönung unserer Befreiung aus dem cgpptischcn Sklavenjoche. Denn diese Befreiung war nicht Selbstzweck, sollte vielmehr nur die Grundlage sein zu dem weltgeschichtlichen Ereignisse am Sinai, das uns die geistige Freiheit, das Gesetz, brachte. Freiheit ist nichts Absolutes. Sie muß sich nach Gesetzen regeln,, soll sic nicht Auswüchse zeitigen, die ihren Bestand gefährden. Lasse ein Kind sich frei entwickeln ohne die erziehende Hand der Eltern, den Baum verwildern, der edle Früchte tragen soll, die menschliche Gesellschaft die Regeln vernachlässigen, die sie im Verkehr untereinander sich ausgestellt — die verderblichen Folgen werden nicht ailsblciben- Absolutismus ist persönliche Freiheit im weitesten Sinne des Wortes. Die Geschichte aller Zeiten bekundet, das; er noch immer das Grab geworden jeder Ordnung und Gesittung im Staatsleben, daß er das Glück der Völker vernichtete und feige Sklaven schuf statt freier, glücklicher Menschen. Auch das Reich in! Kleinen, die Familie, kann nicht gedeihen,, wenn ein Hausttzrann die Hansgesetze mit Füßen tritt und nur seinen Willen gelten lassen mag. Ordnung, Gesetz sind das Maaß aller Dinge, sie sind die Wege, die uns davor bewahren, uns in! Dickicht des Lebens zu verlieren. Nach ewigen Gesetzen hat der Schöpfer seine Welt ins Dasein gerufen und gemäß den Worten אשר ברא ד׳ wirken diese Naturgesetze im Universum für alle Zeiten weiter. Alles in der Natur, Wachstum, Entwicklung und Verfall beruhen auf Gesetzmäßigkeit. Je tiefer wir durch die Hilfsmittel der Wissenschaft in die Geheimnisse der Natur cinzudringew vermögen, umsomehr gelingt es uns, diese Gesetzmäßigkeit zu erkennen

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