Blätter
- Journal
- Blätter
- Volume
- 2 (1916)
- Issue
- 3/4 (März/April 1916)
- Date
- 1916-03-01
- Page
- Seite 28 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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28 Aus unseren Kruppen. So ist er seinen vielen Schülern und Freunden auch durch seinen Tod ein Vorbild für bis an das Ende getreue Pflichtersüllung, so wie er ihnen im Leben Vorbild gewesen ist für jüdische Pflichttreue und für gutes, frommes, menschliches Wirken. Daß er so gewirkt und daß dadurch sein Andenken ein geseg- »etes, viele junge und auch alte Menschen ,zum Guten anspornendes ist, möge seinen tiefgebeugten Eltern und Geschwistern, deren Her zensfreude er gewesen ist, ein Trost sein. זצ״ל München. Das vergangene Jahr umfaßt zum großenTeil noch die Tätigkeit des ersten Arbeitsjahres unserer Jngendgrnppe. 2 Jahre sind seit ihrer Gründung verflossen. Nur wenige, nur zwei Monate imbeengter Tätigkeit in Friedenszeitcn war unserer Gruppe bis jetzt beschicdcn. Den Stempel dessen trägt sic natürlich noch jetzt. Mitten in der ersten frischen Propaganda, der jungen Werbetätigkeit hat der Krieg sein ״Halt" geboten. Von den männlichen Mitgliedern, die sich bei der Gründung und in den ersten Wochen unserer Vereinstätigkeit in unsere Listen eingetragen, stehen etwa die Hälfte beim Heere, resp. der größte Teil davon schon im Felde. Neues konnte in dieser Zeit in der Herrengruppe nicht geschaffen werden. Aber das Bestehende, das, was bei der Gründung sofort ins Auge genommen worden Ivar, die S ch i u r i m konnten beibehalten werden. Indem die A. I. Jngcndgruppc den seit langem hier bestehenden Lernverein Mekor-Chajim korporativ in ihren Verein ausgenommen, »nd dieser die Jugendgruppe, wurden die bestehenden Schiurim einstweilen auch in das Programm unseres Vereines ausgenommen, zur gegenseitige» Förderung der beiden Verbindungen. Damit ist auch jetzt , wo Mitglieder und Vorstände zum großen Teil bei der Fahne stehen, wenigstens unseren jüngeren Mitgliedern, reiche Gelcgenheit geboten, durch Tora-Lernen "das Programm der Agudas^ Jisroel-Jngendgruppc ansrecht zu erhalten. 1 Mit unseren Mitgliedern und Freunden draußen verbindet uns die Feldpost, Grüße des Gedenkens aus der Garnison und Schützengraben kommen an uns und wir Daheimgcblicbencn bekunden unsere Zusammengehörigkeit mit ihnen durch Liebesgaben-Sendungcn. Davon soll später noch die Rede sein. Was die Mitglieder der Hcrrengruppe örtlich getrennt und auseinandergesprengt hat, die Ereignisse der Zeit, das hat, so dürfen wir wohl sagen, unsere" M ä d ch e n g r u p p e, die nun in ihrer