Blätter
- Journal
- Blätter
- Volume
- 4 (1918)
- Issue
- 12 (12.1918)
- Date
- 1918-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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— i& — An unsere Mitglieder und Freunde? Die Berichte Uber den Würzburger Bundestag sind nun in Ihrer Aller Besitz. Die Teilnehmer werden mit vieler Freude beim Lesen der Zeilen wieder an die erhebenden Tage zurückgedacht haben; diejenigen, die nicht zugegen sein konnten, haben nunmehr wenigstens eine Möglichkeit gehabt, den Geist und das Leben, das uns in Würzburg umgab, kennen zu leinen. An Sie Alle richten wir aber die Bitte, uns Beiträge für die Druckkosten, die außerordentlich hoch waren, zukommen zu lassen. Nur, wenn Sie alle helfen, wenn jeder sein Schärslein beiträgt, wird es uns möglich sein, in der Zukunft wieder an solch große Projekte heranzugehen. Zahlungen erbitten mir an unler PoRItheck-Konto; Direktor Dr. Lange, Frankfurt (Main) Nr. 6620. Das Präiidium des Bundes Jiidiidier Akademiker zu Berlin bittet uns um Aufnahme nachstehender Mitteilung: Das Interesse für die aus dem Felde zahlreich zurückkehrenden gesetzestreuen jüdischen Akademiker erfordert es, daß man ihnen möglichst bald die Gelegenheit verschafft, in geeigneten Stellen sich wieder ihrer Friedenstäligkeit zu widmen. Das Präsidium des Bundes Jüdischer Akademiker, Berlin X. '24, Oranienburgerstraße 39, bittet daher alle, denen Niederlassungsmöglichkeiten für junge Akademiker bekannt werden oder die von freiwecdenden Stellen für Akademiker erfahren, baldigst ihm Nachricht zu geben. Mit dem Eintritt des Waffenstillstandes haben wir die Versendung unserer Feldbriefe eingestellt. Es ist uns ein Herzensbedürfnis, allen denjenigen, die an der Herausgabe dieser Feldbriefe mitgewirkt haben, vor allem Herrn Lehrer Karl Ochsen mann, der in hingebender Weise fast drei Jahre die Schriftleitung derselben geführt, und viel Zeit und Mühe auf sie verwandt hat, unseren herzlichsten Dank auszusprechen. Die Herren mögen das erhebende Bewußtsein haben, daß sie dazu beitrugen, unseren Soldaten über manche schwere Stunde hinwegzuhelfen, und daß es ihnen vergönnt war, auch in jüdischer Beziehung manchem nach Belehrung Hungernden Erfüllung seiner Sehnsucht zu bringen.